Vollspaltenboden: befreites Schwein Anna zeigt, wie wichtig ihr interessante Umgebung ist

Schweine sind hochintelligent und brauchen daher eine geistige Stimulation, keine strukturlosen Böden und Wände: VGT fordert erneut Verbot des Vollspaltenbodens

Der Vollspaltenboden ist eine Sackgasse, aus der wir so rasch wie möglich rauskommen müssen.
DDr. Martin Balluch, VGT-Obmann

Wien (OTS) - Die Entscheidung, was die gesetzlichen Mindestvoraussetzungen für die Haltung von Schweinen sein müssen, ist keinesfalls nur eine Frage der Ökonomie und der Arbeitserleichterung. Auch die Interessen der Schweine müssen berücksichtigt werden. Das aus einer Vollspaltenbodenhaltung befreite Schwein Anna gibt über die Sicht dieser Tiere Auskunft. Im vierten Videobeitrag über Anna wird sie von VGT-Obmann Martin Balluch in ihrem neuen Domizil, in dem sie über 4 ha Wiese jederzeit betreten kann, besucht. Dort verbringt sie ihre Zeit damit, den reichhaltig strukturierten Boden zu untersuchen. In der Bucht mit kahlem Vollspaltenboden dagegen ist es unerträglich langweilig. Die Schweine leiden nicht nur physisch sondern auch psychisch, was sich u.a. im Ohren- und Schwanzbeißen manifestiert. Das sogenannte „Beschäftigungsmaterial“, das von der EU-Richtlinie von 2008 vorgeschrieben wird, bestand in Annas Bucht in der Schweinefabrik nur aus einem Stück Holz an einer Kette – für 20 Schweine. Das kann niemals die interessante Umgebung in der freien Natur ersetzen. Der Minimalkompromiss wäre dann zumindest ein tief mit Stroh eingestreuter, planbefestigter Liegebereich. Der Vollspaltenboden muss verboten werden.

Das vierte Video von Schwein Anna: Annas Abenteuer

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: „Allen, die glauben, dass der Vollspaltenboden ein erträglicher Lebensraum für Schweine ist, sei ein Besuch bei Anna ans Herz gelegt. Sie wird jeden davon überzeugen, dass Schweine mit Betonspalten ohne Einstreu niemals zufrieden sein können. Der Vollspaltenboden ist eine Sackgasse, aus der wir so rasch wie möglich rauskommen müssen. Der VGT fordert nun seit bereits 27 Jahren ein Ende dieser grauenhaften Tierquälerei. Es wird Zeit, den Schweinen, die wir für unseren Vorteil nutzen, wenigstens minimale Lebensqualität zu bieten.“

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