Rotes Kreuz: Helmabnahme kann nach Motorrad-Unfällen Leben retten

Wien (OTS) - Voll beschleunigen, in der Kurve liegen, den Fahrtwind spüren – für viele Biker ist Motorradfahren das ultimative Gefühl der Freiheit. Doch nicht jede Ausfahrt läuft wie geschmiert. Dann kann die Helmabnahme Leben retten.

Die falsche Annahme nach Motorradunfällen dürfe der Helm nicht abgenommen werden, ist gefährlich – das Gegenteil ist der Fall. „Bei Bewusstlosigkeit muss der Helm runter, sonst können Verletzte ersticken“, sagt Rotkreuz-Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber. Ist der Motorradfahrer bei Bewusstsein, können Ersthelferinnen und Ersthelfer bei der Helmabnahme unterstützen.

So klappt die Helmabnahme:

  1. Den Kopf des Verletzten vorsichtig gerade richten und mit den Knien fixieren.
  2. Visier und Verschluss öffnen.
  3. Helm kippen, sodass die Nase zu sehen ist. Helm langsam vom Kopf ziehen. Wichtig ist, dabei den Nacken zu stützen.

Zum besseren Erkennen sind alle Verschlüsse farblich markiert und lassen sich durch Ziehen oder Drücken öffnen.

Durch Corona gibt es auch in der Ersten Hilfe Änderungen, diese bleibt aber trotz der Pandemie weiter Pflicht. „Wenn Sie die Person nicht kennen, verzichten Sie auf die Beatmung bei der Wiederbelebung. Führen Sie ohne Pause die Herzdruckmassage durch“, sagt Dr. Schreiber. Das Rote Kreuz rät zudem eine FFP2 Maske zu tragen und Einmalhandschuhe zu verwenden, wenn diese griffbreit sind.

Das Rote Kreuz wünscht eine sichere Fahrt.

Videoanleitung zur Helmabnahme: „Erste Hilfe bei Motorradunfall“.

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