WKÖ-Hotellerie: Öffnungskommission wichtiges Signal in Richtung der Branche

Kraus-Winkler: „Jetzt planen, was planbar ist“

Wien (OTS) - „Wir sind in den vergangenen Monaten nicht müde geworden, das höchstmögliche Maß an Planungssicherheit für unsere Betriebe einzufordern. Mit der geplanten Öffnungskommission wird nun ein wichtiges Signal in Richtung unserer Branche gesetzt“, kommentiert Susanne Kraus-Winkler, Obfrau des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die angekündigten Pläne der Bundesregierung. Es sei erfreulich und wichtig, dass Sozialpartner und BranchenvertreterInnen in diesen Prozess eingebunden sind, denn: „Es hat sich schon im letzten Jahr gezeigt, dass dies der Garant für eine erfolgreiche Öffnung ist. Unsere Branche – Betriebe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - ist jedenfalls gut vorbereitet und hoffen sehr auf einen baldigen Re-Start.“

Nun gehe es darum, die Zeit zu nutzen, um in dieser Öffnungskommission die Bedingungen für die Wiedereröffnung der Hotellerie endgültig festzulegen, erklärt Kraus-Winkler: „Wir erwarten, dass man mit uns gemeinsam jene Maßnahmen und Vorgaben bekannt macht, unter denen wir öffnen werden können. Jetzt planen, was planbar ist, lautet das Motto, denn der lange Lockdown macht ein Wiedereröffnung für die Betriebe organisatorisch immer schwieriger.“

Wie alle Österreicherinnen und Österreicher hofft Kraus-Winkler natürlich auf eine rasche Entspannung der Infektionszahlen – nicht zuletzt hinsichtlich des Öffnungsdatums: je früher sicher geöffnet werden kann, desto besser vor allem für jene Betriebe, die auf einen starken Inlandstourismus bauen können. Für all jene – und damit den Großteil der österreichischen Hotellerie –, die vor allem auch auf den ausländischen Gast setzen, wird es bis Ende Mai aufgrund der Einreisebeschränkungen ohnehin schwierig, zeigt sich Kraus-Winkler überzeugt: „Eine Öffnung zum ehest möglichen Zeitpunkt ist für Betriebe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber wohl auch für unsere Gäste sehr erstrebenswert. Dafür müssen dann auch die Einreisebestimmungen evaluiert und angepasst werden.“

Nachdenklich zeigt sich die oberste Branchensprecherin, wenn es um die Resilienz der Branche geht: „So sehr wir eine baldige Öffnung herbeisehnen, damit alleine werden, nach nunmehr sechs durchgehenden Schließmonaten, viele die nächsten Monate und Jahre nicht überstehen. Der lange Lockdown zehrt nicht nur an den psychischen, sondern auch enorm an den finanziellen Reserven unserer Unternehmer, so diese noch vorhanden sind.“ Maßnahmen wie die gestern verkündete Verlängerung des Ausfallbonus sind enorm wichtig für die Branche. Darüber hinaus braucht es nun auch eine rasche Umsetzung von langfristigen Stabilisierungsmaßnahmen, um die stark gestiegene Fremdkapitalbelastung der Branche zu bereinigen und das Eigenkapital zu stärken. „Wir haben konkrete Vorschläge, wie etwa die Verlängerung der Laufzeit von Überbrückungskrediten, die Verschiebung des Rückzahlungsstarts oder auch die Ablöse dieser kurzfristigen Überbrückungshilfen zur Finanzentlastung der Unternehmen ausgearbeitet. Die Finanzmaßnahmen sollten sobald als möglich umgesetzt werden, damit unsere Betriebe auch in den nächsten Jahren erfolgreich weiterwirtschaften und investieren können“, unterstreicht Kraus-Winkler abschließend. (PWK170/ES)

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