Weltgesundheitstag – Kucher plädiert für Stärkung und Ausbau des guten öffentlichen Gesundheitssystems

Corona-Krise zeigt Bedeutung unseres öffentlichen Gesundheitssystems – Langfristig auf rot-weiß-rote Impfstoffproduktion setzen

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Weltgesundheitstags am 7. April betont SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher die große Bedeutung des öffentlichen Gesundheitssystems in Österreich. „Angesichts der Corona-Gesundheitskrise ist hoffentlich auch dem letzten Zweifler klar geworden, wie wichtig unser hervorragendes, öffentliches Gesundheitssystem ist“, spricht sich Kucher für eine Stärkung des Gesundheitssystems aus. „Wir SozialdemokratInnen haben unser Gesundheitssystem stets gegen neoliberale Angriffe und Kürzungs- und Privatisierungspläne verteidigt und tun das weiterhin. Nicht auszudenken, wo wir heute wären, hätten wir nicht erfolgreich gegen die Reduzierung von Spitalsbetten angekämpft.“ Klar sei, dass die Finanzierung der Corona-Krise und die damit verbundenen Beitragsausfälle nicht auf dem Rücken der ArbeitnehmerInnen erfolgen dürfen. „Leistungskürzungen, weitere Selbstbehalte oder Beitragserhöhungen lehnen wir ab!“, bekräftigt der SPÖ-Abgeordnete. Der Staat müsse hier seine Verantwortung wahrnehmen, fordert Kucher eine Ausfallhaftung des Bundes für die Mindereinnahmen in der Sozialversicherung. ****

Am aktuellen Corona-Management der türkis-grünen Bundesregierung kritisiert der SPÖ-Gesundheitssprecher den entstandenen „Fleckerlteppich“ an Impfstrategien und das langsame Impftempo – erst rund 6 Prozent der Menschen im Land haben einen vollständigen Impfschutz. Um die Menschen in Österreich bis Juni durchgeimpft zu haben, müssten die täglichen Impfungen verdreifacht werden. „Die Bundesregierung ist ihrer Aufgabe, genug Impfstoffe zu beschaffen, nicht nachgekommen“, kritisiert Kucher. Um Impfstoffengpässe in Zukunft zu vermeiden und Versorgungssicherheit zu schaffen, sei es wichtig, vorausschauend zu planen. Die aktuellen Impfstoffe werden bald adaptiert werden müssen, denn sie beruhen auf dem Wuhan-Stamm, der beinahe nicht mehr vorkommt. „Wir müssen unabhängiger von internationalen Lieferketten werden“, betont Kucher und spricht sich für eine rot-weiß-rote Impfstoffproduktion aus. Der EU-Aufbaufonds könnte für heimische Impfstoffproduktion und -forschung investiert werden. Ein nationaler Impffonds und eine Forschungs- und Produktionsprämie für heimische Unternehmen sollen dazu beitragen, hierzulande Impfstoffe zu produzieren. (Schluss) bj/sc

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