Weltgesundheitstag: Kinderliga fordert gerechte Gesundheitschancen für alle Kinder in Österreich

Die Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit schließt sich der Forderung der WHO nach Rahmenbedingungen für eine gerechtere, gesündere Welt an.

  • Es dürfen diejenigen nicht vergessen und zurückgelassen werden, die belastet und benachteiligt sind, die in Armut oder Armutsgefährdung leben, die emotional und körperlich vernachlässigt werden, die Gewalt erfahren, die sozial isoliert sind, und all jene, die von Krankheit oder Behinderung betroffen sind
    Dr. Christoph Hackspiel, Präsident Österr. Liga für Kinder- und Jugendgesundheit
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  • Keine Krise darf das Recht von Kindern auf gleiche Gesundheitschancen für alle gefährden!
    Dr.in Caroline Culen, Geschäftsführerin der Österr. Liga für Kinder- und Jugendgesundheit
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Wien (OTS) - Die ExpertInnen der Kinderliga schließen sich den Forderungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Weltgesundheitstag am 7. April zur Schaffung einer gesünderen, gerechteren Welt an. Die ExpertInnen verweisen erneut auf das Positionspapier der Kinderliga für ein kinderfreundliches Klima in Österreich in Zeiten der COVID19-Pandemie und danach.

COVID Pandemie wie ein Brennglas für Chancenungerechtigkeit für Familien

Die COVID Pandemie hat gezeigt, dass auch in Österreich gerechte Gesundheitschancen, optimale Rahmenbedingungen für gesundes Aufwachsen, Zugang zu bedarfsgerechten Gesundheitsleistungen für alle Kinder und Jugendlichen sowie die Förderung von Talenten und Fähigkeiten aller Mädchen und Buben nach wie vor nicht selbstverständlich sind. Gerade Kinder und Jugendliche mit ihren Familien haben im letzten Jahr ihre enorme Anpassungsfähigkeit unter Beweis gestellt und leisten nach wie vor ihren Beitrag im Zuge der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung. „Es dürfen diejenigen nicht vergessen und zurückgelassen werden, die belastet und benachteiligt sind, die in Armut oder Armutsgefährdung leben, die emotional und körperlich vernachlässigt werden, die Gewalt erfahren, die sozial isoliert sind, und all jene, die von Krankheit oder Behinderung betroffen sind“, lautet daher der Appell von Dr. Christoph Hackspiel, Präsident der Kinderliga.

Krise darf Recht von Kindern auf gleiche Gesundheitschancen nicht gefährden - neuerliche Forderung nach Kinderministerium

Das gesetzlich verankerte Recht auf gesundes Aufwachsen und bestmögliche medizinische und psychosoziale Versorgung von Kindern und Jugendlichen muss immer und in allen Bereichen Gültigkeit haben und darf auch in Zeiten von Pandemien nicht eingeschränkt werden. „Keine Krise darf das Recht von Kindern auf gleiche Gesundheitschancen für alle gefährden!“, so Dr.in Caroline Culen, Geschäftsführerin der Kinderliga. Bereits im Juni 2020 haben die ExpertInnen der Kinderliga ein Positionspapier für ein kinderfreundliches Klima in Österreich in Zeiten der COVID19-Pandemie und danach veröffentlicht. Die Basis dafür ist das Gesundheitsziel 6 der Gesundheitsziele Österreich: „Gesundes Aufwachsen für Kinder und Jugendliche bestmöglich gestalten“. Folgende Rahmenbedingungen zur Erreichung dieser Zielsetzung halten die ExpertInnen für notwendig:

  • Prävention und Versorgung im Gesundheitsbereich sichern
  • Familien und soziale Netzwerke stärken
  • Kinderarmut verhindern
  • Bildungseinrichtungen stützen
  • Berufsgruppen im Kinder- und Jugendgesundheitsbereich aufwerten
  • Partizipation für Kinder und Jugendliche gewährleisten

Als äußeres Zeichen fordern die ExpertInnen der Kinderliga die Etablierung eines eigenen Kinderministeriums. Ein erster Schritt dazu könnte ein gesetzlich verankertes Gremium von Kindheitsexpert*innen sein, das gesellschaftliche Entwicklungen, politische Entscheidungen und/oder Gesetzesänderungen in Bezug auf deren Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche überprüft und dessen Expertise bei politischen Entscheidungen selbstverständlich miteinbezogen wird.

Forderungen der Kinderliga an die Politik decken sich mit jenen der WHO

Die im Positionspapier der Kinderliga genannten dringend notwendigen Maßnahmen decken sich mit den Forderungen der WHO an die Politik, einen guten Start ins Leben sowohl für Mädchen als auch für Buben zu ermöglichen und die gesundheitlichen Bedürfnisse im gesamten Lebensverlauf in Angriff zu nehmen. Diese Maßnahmen sind unerlässlich für das Wohlbefinden, die Entwicklung, die Nachhaltigkeit und die Widerstandsfähigkeit der heutigen Gesellschaft wie auch künftiger Generationen.

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