Corona-Krise: Wiens Ordensspitäler bereiten sich auf nächste Versorgungsstufen vor

Aufstockung von Intensiv- und Normalbetten für Covid-Patienten. Große Anstrengungen, um die Versorgung von Nicht-Covid-Patienten bestmöglich aufrecht zu erhalten

Wien (OTS) - „Die Wiener Ordensspitäler(1) rüsten sich für die Zukunft und bereiten derzeit die Corona-Versorgung bis zur Stufe 9 des Wiener Corona-Krisenplans vor. Wir wollen aber nicht nur zur Bewältigung des Krisenmodus beitragen, sondern unternehmen auch große Anstrengungen, um die Versorgung von Nicht-Covid-Patientinnen und -Patienten im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten bestmöglich aufrecht zu erhalten und weiterhin die Spitäler der Stadt Wien zu entlasten“, sagt Prim. Dr. Manfred Greher, Sprecher der sieben Wiener Non-Profit-Spitäler und Ärztlicher Direktor des Herz-Jesu Krankenhauses.

In den sieben gemeinnützigen Wiener Ordensspitälern steht heute jedes 5. Spitalsbett, sie betreuen jeden 4. stationären Patienten. Zuletzt haben Wiens Ordensspitäler, die voll in das Covid-Krisenmanagement der Stadt Wien eingebunden sind, 25 Covid-Patienten in Intensivbetten, 45 Patienten in Normalbetten und rund 60 Post-Covid-Patienten, die nach dem Ende der Erkrankung eine spezielle Reha benötigen, betreut.

Aufstockung von Intensiv- und Normalbetten für Covid-Patienten

Jetzt wird die Bettenzahl für Covid-Patienten in enger Abstimmung und Kooperation mit der Stadt Wien weiter erhöht: Im Vollausbau der Versorgungsstufe 9 werden in den Ordensspitälern insgesamt 55 Covid-Intensivbetten und 6 Intensivbetten für Post-Covid Patienten, 154 Normalbetten sowie 110 Normalbetten für Post Covid-Patienten zur Verfügung stehen.

Um eine Betreuung in dem Ausmaß zu ermöglichen, das den ansteigenden Infektionszahlen Rechnung trägt, wurde vergangene Woche auch das Orthopädische Spital Speising in die Covid-Versorgung einbezogen. Um die intensivmedizinische Versorgung auf dem gewohnt hohen Niveau sicher zu stellen, gibt es Kooperationen zwischen den einzelnen Ordensspitälern: Zum Beispiel unterstützen rund 30 Mitarbeitende aus dem ärztlichen Bereich und der Pflege des Herz-Jesu Krankenhauses das Anästhesie- und Intensivpersonal im Göttlicher Heiland Krankenhaus.

Anpassung von OP an Intensivbetten-Kapazität - Krebs-, Schlaganfall-, Herzinfarkt-Versorgung bleibt aufrecht

„Die zunehmende Inanspruchnahme unserer Intensivstationen durch Covid-Patientinnen und Patienten macht es inzwischen, je nach Schwerpunkt eines Ordensspitals in unterschiedlicher Weise, unumgänglich, zahlreiche nicht dringende Operationen zu verschieben. Diese müssen an die nun geringere Intensivbetten-Kapazität angepasst werden. Derzeit handelt es sich dabei um elektive, also nicht akut erforderliche Eingriffe“, so Prim. Greher. „Voll aufrechterhalten werden in den Ordensspitälern zum Beispiel Krebsbehandlungen, Schlaganfall- und Herzinfarktversorgung, chirurgische Noteingriffe, Augenoperationen, Palliativversorgung, Akutgeriatrie und die geburtshilfliche Versorgung.“

Die sieben gemeinnützigen Wiener Ordensspitäler sind Non-profit-Krankenhäuser, handeln im Auftrag der Stadt und haben einen öffentlichen Versorgungsauftrag. Von gewinnorientierten Privat- und Belegspitälern oder Klinikbetreibern unterscheiden sie sich darin, dass bei ihnen jeder Euro in den Unternehmen verbleibt und den Patientinnen und Patienten zu Gute kommt.

(1) Barmherzige Brüder Krankenhaus (2. Bezirk), Franziskus Spital Landstraße (3. Bezirk) und Franziskus Spital Margareten (5. Bezirk), Herz-Jesu Krankenhaus (3. Bezirk), Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien (6. Bezirk), Orthopädisches Spital Speising (13. Bezirk), St. Josef Krankenhaus (13. Bezirk), Göttlicher Heiland Krankenhaus (17. Bezirk)

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