Köstinger: „WIFO Studie zeigt: Kurzarbeit ist erfolgreiches Kriseninstrument im Tourismus“

Kurzarbeit reduzierte Kündigungen und dämpfte Anstieg der Arbeitslosigkeit im Tourismus

Wien (OTS) - „Die heimischen Tourismusbetriebe zählen zu den Hauptbetroffenen der Coronakrise. Reisewarnungen, Lockdowns und Betretungsverbote entziehen der Branche seit fast einem Jahr die Geschäfts- und Arbeitsplatzgrundlage“, so Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. „Darum haben wir im Vorjahr rasch reagiert und die Kurzarbeit als Instrument laufend weiterentwickelt und verlängert. Damit konnten allein in Beherbergung und Gastronomie rund 147.000 Arbeitsplätze gerettet werden. Das bestätigt auch eine aktuelle WIFO Studie, die dem österreichischen System im Vergleich mit anderen Ländern ein gutes Zeugnis ausstellt und konstatiert, dass die Kurzarbeit das richtige Instrument ist, um Arbeitsplätze zu sichern“, betont Tourismusministerin Elisabeth Köstinger anlässlich der heute veröffentlichten Ergebnisse des Wirtschaftsforschungsinstituts.

„Gute und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das größte Kapital von Tourismus- und Gastronomiebetrieben. Die Kurzarbeit hat viel dazu beigetragen, vor allem in diesen Branchen so viele Arbeitsplätze wie möglich durch die Krise zu bringen. Das Konzept ‚Kurzarbeit statt Kündigungen’ hat sich bewährt“, so Köstinger. Die WIFO-Studie kommt unter anderem zu dem Schluss, dass die starke Nutzung der Kurzarbeit im Jahr 2020 die Zahl der Kündigungen reduzierte und den Anstieg der Arbeitslosigkeit dämpfte. Ende März 2020 befanden sich knapp 514.000 oder 14,6% aller aktiv unselbständig Beschäftigten in Kurzarbeit. Diese Zahl stieg im April auf ein Rekordniveau von 1,033 Mio. Kurzarbeitsbeziehende. Der Anteil der Beschäftigten in Kurzarbeit betrug Ende April 2020 im Beherbergungs- und Gaststättenwesen 50,6% (Bauwesen 31,2%, Handel 47,0%). Ende November 2020 waren ca. 293.000 bzw. 8,0% aller unselbständig Beschäftigten in Kurzarbeit. Insgesamt erhielten im Jahr 2020 1,2 Mio. Beschäftigte Kurzarbeitsunterstützung.

„Das WIFO kommt zum Fazit, dass Kurzarbeit Vorteile für Beschäftigte, Betriebe und Gesellschaft bringt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behalten ihren Arbeitsplatz, reduzieren ihre Arbeitszeit und bekommen monatlich weiterhin bis zu 90% des Nettogehalts. Betriebe können ihr Personal und damit auch die unbedingt erforderlichen Facharbeitskräfte im Betrieb halten und verlieren diese nicht. Und die gesamtgesellschaftlichen Vorteile ergeben sich dadurch, dass ein Anstieg der Arbeitslosigkeit gedämpft wird.

Die Bundesregierung, allen voran das Arbeitsministerium, hat für unsere Tourismus- und Gastronomiebetriebe die richtige Maßnahme zur richtigen Zeit gesetzt“, resümiert Köstinger. „Es ist ein großes Verdienst von Arbeitsminister Martin Kocher, dass die Kurzarbeit weiter verlängert und damit Arbeitsplätze gesichert werden, bis die Branche wieder einen Neustart machen kann.“

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