Glyphosat – SPÖ: Grüne knicken vor ÖVP-Agrarlobby ein

Glyphosat weiter in unseren Lebensmitteln – Regierung sagt Totalverbot ab

Wien (OTS/SK) - Massiv kritisieren der stv. SPÖ-Klubvorsitzende Jörg Leichtfried und SPÖ-Landwirtschaftssprecherin Cornelia Ecker den heute eingebrachten Antrag von ÖVP und Grünen, der de facto die Verwendung von Glyphosat in Österreich einzementiert. "Die Grünen sind damit endgültig vor der ÖVP-Agrarlobby eingeknickt. Statt endlich das Totalverbot von Glyphosat in Österreich umzusetzen, wollen ÖVP und Grüne, dass dieses Umweltgift in der Landwirtschaft weiter verwendet wird und damit auch in die Nahrungskette kommt", so Leichtfried. ****

Für SPÖ-Landwirtschaftssprecherin Cornelia Ecker ist klar: "Nur ein Totalverbot von Glyphosat garantiert, dass das Umweltgift auch aus den Lebensmitteln kommt. Wir wollen, dass es Umwelt-Förderungen mit Steuergeld nur mehr für landwirtschaftliche Betriebe gibt, die auf das Umweltgift verzichten", sagt Ecker. "Das könnte Landwirtschaftsministerin Köstinger über die Förderrichtlinien in ihrem Ressort machen und wäre ein wirksamer Weg, Glyphosat aus der Verwendung in der Landwirtschaft zu bekommen." Die zweite Möglichkeit: So wie Luxemburg wird Glyphosat-haltigen Pflanzenschutzmitteln die Zulassung entzogen. Auch das wäre eine Variante, die Köstinger ohne Gesetzesänderung machen könnte.

"Aber ÖVP und Grüne haben sich offenbar dafür entschieden, dass Profit wichtiger ist als Gesundheit", so Leichtfried. "Die Lobby der Agrar- und Pharmaindustrie war offenbar einfach stärker als die Interessen von über 90 Prozent der Bevölkerung, die gegen Glyphosat sind. Und die Grünen haben sich wieder einmal in einer für sie zentralen politischen Frage über den Tisch ziehen lassen müssen – zum Nachteil der Umwelt und der KonsumentInnen." (Schluss) ah/ls

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