Einstellungsförderungen für den Arbeitsmarkt: Studie von EcoAustria unterstützt HV-Forderung nach Covid-Arbeitsplatzschaffungsbonus

Handelsverband und Wirtschaftsforschungsinstitut EcoAustria empfehlen effektive Ergänzungen zur Corona-Kurzarbeit, um Arbeitsplätze zu sichern & neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Wien (OTS) - Das Wirtschaftsforschungsinstitut EcoAustria hat im aktuellen Policy Note "Hiring Credits. Einstellungsförderungen: Was der Staat nun für den Arbeitsmarkt tun kann." die Auswirkungen der Corona-Krise auf den österreichischen Arbeitsmarkt untersucht. Die Analyse zeigt klar: Einstellungsförderungen wären ein geeignetes Instrument für eine zukunftsfähige Gestaltung des heimischen Arbeitsmarkts.

Um in der Praxis bestmöglich zu wirken und unerwünschte Kollateralschäden zu vermeiden, braucht es laut EcoAustria ein gezieltes Vorgehen und eine zeitliche Befristung der Maßnahme. Genau das bietet das AID-Modell – der umfassende Corona-Masterplan des Handelsverbandes mit 3 Schwerpunkten (Arbeitsplätze retten, sichern & schaffen; Insolvenzen verhindern; Digitalisierung vorantreiben).

Österreichs Wirtschaft im Corona-Jahr 2020 um 7,4% geschrumpft

Der Hintergrund: Die österreichische Wirtschaft ist im Corona-Jahr 2020 um 7,4% eingebrochen. Laut Statistik Austria sind allein die Umsätze der Handelsunternehmen im Vergleich zu 2019 um 5,3% zurückgegangen, jene der Modehändler sogar um 24%. Die Krise hat gravierende Auswirkungen auf den heimischen Arbeitsmarkt: Mehr als eine halbe Million Menschen in Österreich sind zurzeit arbeitslos, weitere 465.400 Beschäftigte befinden sich in Kurzarbeit. Daher ist gerade in Phasen des Lockdowns, in denen Unternehmen zusperren oder ihre wirtschaftliche Tätigkeit stark einschränken müssen, eine Subventionierung von Arbeitsplätzen mit dem Modell der Kurzarbeit essenziell. Nur so können diese gerettet werden.

Handelsverband empfiehlt Arbeitsplatzsicherungsbonus & Arbeitsplatzschaffungsbonus

Gleichzeitig braucht es jetzt flankierende Maßnahmen, um die Arbeitsplätze langfristig abzusichern und neue Jobs zu schaffen. Jene Unternehmen, die nachweisen können, dass sie vor Corona gesund waren, sollten hierfür neue Unterstützungsleistungen vom Staat erhalten, um Beschäftigungsverhältnisse nachhaltig sichern zu können. Der Handelsverband empfiehlt hierfür einen Covid-Arbeitsplatzsicherungsbonus, der allen Unternehmen zugutekommen kommen soll, die während der Pandemie von behördlichen Schließungen direkt oder indirekt betroffen sowie mit coronabedingten Umsatzrückgängen konfrontiert waren. Sinnvoll wäre z.B. ein 3-monatiger Bonus von 1.000 Euro für alle angestellten Beschäftigten, die nach Ende der Behaltedauer der Kurzarbeit weiterbeschäftigt werden.

Darüber hinaus sollten jene Unternehmen, die neue Jobs schaffen, zumindest bis Mitte 2022 eine Einstellungsförderung – den Covid-Arbeitsplatzschaffungsbonus – erhalten, etwa in Form einer Halbierung oder eines vollständigen Erlasses der Sozialversicherungsbeiträge für den Arbeitsgeber bei Neueinstellungen bis 30. Juni 2022. Alternativ könnte je nach lenkungspolitischer Intention auch ein finanzieller Zuschuss pro Arbeitnehmer für jene Arbeitgeber angedacht werden, die frühzeitig neue Jobs schaffen.

"Die Lockerungen des Lockdowns haben am Arbeitsmarkt bereits erste Entspannungen gebracht. 120.000 Menschen konnten in den vergangenen drei Wochen wieder regulär einen Job aufnehmen, allein im Handel haben 20.000 Personen aus der Arbeitslosigkeit wieder in die Beschäftigung gefunden. Ein befristeter Covid-Arbeitsplatzsicherungsbonus könnte diese Jobs langfristig absichern. Es freut uns sehr, dass auch die neue Studie von EcoAustria unsere Forderung bestätigt. Flankierend dazu braucht es einen temporären Covid-Arbeitsplatzschaffungsbonus zur Förderung neuer Beschäftigungsverhältnisse in Form eines finanziellen Zuschusses oder eines Erlasses der Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitgeber. Wir danken Arbeitsminister Kocher für die laufenden Gespräche und hoffen auf eine entsprechende Berücksichtigung", sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Details zum AID-Modell des Handelsverbandes finden Sie HIER.

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