Busbranche fordert einheitliche EU-Regeln für grenzüberschreitende Reisen

WKÖ-Fachverbandsobmann Horvath: Klare Standards und Prozesse nötig – Autobusunternehmen brauchen Perspektive

Wien (OTS) - „Ich appelliere an alle Tourismusministerinnen und Tourismusminister möglichst rasch wieder einheitliche Regeln für den Bus-Reiseverkehr zu schaffen“, hält Martin Horvath, Obmann des Fachverbandes der Autobus-, Luftfahrt- und Schifffahrtunternehmungen, Berufsgruppe Bus, in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), anlässlich der am 1. März 2021 stattfindenden informellen Tagung der zuständigen Minister fest. „Aus unserer Sicht ist es dringend notwendig, dass innerhalb der EU so schnell wie möglich klare Standards und Prozesse für den grenzüberschreitenden Verkehr gelten“, betont Horvath, der sich zudem für verbindliche und abgestimmte Regeln im Umgang mit Tests und Impfungen ausspricht. Diese sollen der Reisebusbranche eine Perspektive für den Restart eröffnen. Die Busbranche unterstütze die Einführung eines digitalen Impfpasses, der Abläufe vereinfacht. „Es muss aber auch rasch sichergestellt werden, dass für die Zeit bis dahin eine andere einfache und transparente Möglichkeit geschaffen wird, geimpften Bürgerinnen und Bürger wieder mehr Reisemöglichkeiten zu eröffnen“, ergänzt Horvath.

Die heimischen Autobusunternehmer sind besonders hart durch die Coronakrise betroffen. In Österreich gibt es 800 Autobusunternehmer, die über etwa 4000 Busse verfügen. Seit einem Jahr herrscht bei ihnen Stillstand. Die Busbranche braucht aber für den Restart 2021 eine Vorlaufzeit von vier bis sechs Monaten, um Reiseprogramme zu erstellen, Hotelreservierungen vorzunehmen, Anmeldefristen zu gewähren, Kataloge zu drucken und die Buchungen anlaufen zu lassen. „Aktuell wurden für 2021 kaum Kataloge gedruckt, da ein Startzeitpunkt für den internationalen Reiseverkehr nach wie vor nicht absehbar ist und wir auch nicht wissen, welche Destinationen wir anbieten können. Wir benötigen daher so rasch wie möglich einen Zeithorizont, wann die nationale und europäische Reisefreiheit zu erwarten ist. Die Kunden zeigen bereits wieder Interesse an Busreisen“, so Horvath abschließend. (PWK102/DFS)

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