Schwärzler: Hirtinnen und Hirten verdienen höchste Anerkennung und keine negativen Schlagzeilen

Betreuung für 300.000 Rinder, 110.000 Schafe, 12.000 Ziegen und 10.000 Pferde

Wien (OTS) - "Die rund 7.200 Hirtinnen und Hirten auf den heimischen Almen sorgen dafür, dass rund 300.000 Rinder, davon zirka 50.000 Milchkühe, 110.000 Schafe, 12.000 Ziegen und etwa 10.000 Pferde am Ende des Almsommers wieder gesund auf den Heimbetrieben im Tal ankommen. Sie leisten zudem tagtäglich einen enormen Beitrag, um das Tierwohl sicherzustellen. Nur durch diese harte, aber auch erfüllende Tätigkeit dieser Frauen und Männer kann die Almwirtschaft in Österreich aufrechterhalten bleiben. Der gesamtgesellschaftliche Nutzen dieser einzigartigen Bewirtschaftungsform steht und fällt somit mit den Hirtinnen und Hirten. Daher weisen wir falsche Vorwürfe zurück, die Einzelpersonen, welche zu wenig Einblick in den Arbeitsalltag der Hirten haben, erhoben und so die Behirtung in Österreich in ein negatives Licht gerückt haben. Da war fälschlicherweise von nur am Papier existierenden Hirten, unrechtmäßig ausbezahlten Förderungen oder mangelhaften beziehungsweise nicht vorhandenen Ausbildungsmöglichkeiten die Rede", weist Erich Schwärzler, Obmann des Vereines Almwirtschaft Österreich, die Vorwürfe deutlich zurück und stellte klar, "dass man so nicht mit den Almhirten umgehen kann".

Ausbildung und praktische Erfahrung

"Die aufgewendeten Leistungsabgeltungen sind ein gut eingesetztes Geld und marginal, wenn man diese dem gesellschaftlichen Nutzen von behirteten Almen gegenüberstellt. Auch dass es keine Ausbildungsmöglichkeiten für angehendes und bereits praktizierendes Almpersonal geben soll, entspricht nicht der Wahrheit", stellte Schwärzler klar. "Alljährlich wird von den Ländlichen Fortbildungsinstituten (LFI) ein umfassendes almwirtschaftliches Bildungsprogramm erstellt. Die Bandbreite erstreckt sich von eintägigen Seminaren bis hin zum anerkannten Zertifikatslehrgang Almpersonal mit 120 Unterrichtseinheiten. Zusätzlich ist anzumerken, dass vor allem die praktische Erfahrung Voraussetzung dafür ist, dass man den vielseitigen Aufgaben auch gewachsen ist", erklärte der Obmann.

"Zahlreiche Hirtinnen und Hirten sorgen über Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg im Sommer bestmöglich für die Tiere auf den Almen und erhalten somit die hohe Biodiversität sowie die Kulturlandschaft. Diesen Menschen zu vermitteln, sie würden ihre Arbeit nicht ordnungsgemäß machen, ist absolut inakzeptabel und respektlos", so Schwärzler. (Schluss)

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