Bundesförderungen reichen für professionelle Flüchtlingsarbeit nicht aus!

Integrationshaus lädt mit Unterstützung der Stadt Wien zum 27. Wiener Flüchtlingsball

  • Der Flüchtlingsball wird auch als Livestream-Ball aus dem Wiener Rathaus ein starkes Signal gegen die Politik der Kälte und der sozialen Spaltung darstellen, wie sie von manchen in unserem Land in den letzten Wochen und Monaten zur Schau gestellt wurde. Die Stadt Wien hätte sich dazu bereit erklärt, 100 Kinder aus dem Flüchtlingslager-Elend im griechischen Moria zu retten und bei uns aufzunehmen. Doch die rechtliche Entscheidung, die Kinder nach Österreich zu holen, liegt beim Bund. Und der lehnt das ab. Wien unterstützt daher über professionelle Organisationen wie die Caritas, die Diakonie und den Arbeiter-Samariterbund die verzweifelten Menschen in den desolaten Camps mit 300.000 Euro. In diesem Sinne ist der 27. Wiener Flüchtlingsball auch ein Symbol für Mitmenschlichkeit, Solidarität und Haltung, für die unsere Stadt in der ganzen Welt bekannt ist.
    Bürgermeister Michael Ludwig
    1/7
  • Abschiebungen, Push-Backs, unzureichendes Bleiberecht und die Verweigerung Kinder und ihre Familien aus den Flüchtlingslagern nach Österreich zu holen - die Liste der politischen Grausamkeiten gegenüber Geflüchteten seitens der Bundesregierung ist lange. Wir halten dagegen!
    Katharina Stemberger, Vorstandsvorsitzende des Integrationshauses
    2/7
  • Außerdem reichen die Gelder der Grundversorgung für unsere professionelle Arbeit und das hohe Niveau der Betreuung Geflüchteter nicht aus.
    Alexandra Jachim und Martin Wurzenrainer, Geschäftsführer*innen des Integrationshauses
    3/7
  • Geflüchtete sind heute mehr denn je rechtlichem und sozialem Druck seitens der Bundesregierung ausgesetzt. Lange Wartezeiten auf Entscheidungen und soziale Kürzungen verunsichern die Betroffenen und erschweren den Neustart in ein selbstständiges Leben. Wien geht hier mit gutem Beispiel voran und gewährt etwa Subsidiär Schutzberechtigten die Mindestsicherung
    Geschäftsführer Martin Wurzenrainer
    4/7
  • Die professionelle Arbeit und das hohe Niveau der Betreuung Geflüchteter sind daher nur durch starke regionale und private Unterstützung möglich
    Martin Wurzenrainer
    5/7
  • Schutzsuchende Menschen brauchen eine sichere Unterkunft, professionelle Beratung und vor allem eine Zukunftsperspektive. Im vergangenen Jahr mussten wir jedoch erleben, wie geflüchtete Menschen auf europäischem Boden im Stich gelassen und in Österreich geborene Kinder aus ihrem Umfeld gerissen und abgeschoben wurden. Es waren tragische Situationen, die ich nicht nur zutiefst verurteile, sondern gegen die ich auch öffentlich aufgestanden bin. Umso mehr freut es mich, dass ich den diesjährigen Flüchtlingsball nun erstmals als Stadtrat für Integration und Menschenrechte miteröffnen darf und so ein wichtiges Zeichen dafür setzen kann, dass die Unterstützung von schutzsuchenden Menschen auch in Krisenzeiten keine Pause kennt. Menschlichkeit muss insbesondere in schwierigen Zeiten wie diesen im Fokus unserer Gesellschaft bleiben.
    Vizebürgermeister und Integrationsstadtrat Christoph Wiederkehr
    6/7
  • Mit dem Wiener Flüchtlingsball setzen wir Jahr für Jahr ein Zeichen der Weltoffenheit, für den Zusammenhalt und das solidarische Miteinander in unserer Stadt. Die COVID-19-Pandemie stellt diese Tugenden seit etwa einem Jahr auf eine harte Probe und bringt ständig neue Herausforderungen mit sich. Dennoch erhält jeder geflüchtete Mensch in unserer Stadt ab Tag 1 jene Unterstützung, die er benötigt, um rasch Fuß zu fassen. Ich sehe den diesjährigen Wiener Flüchtlingsball zum einen als großes Dankeschön an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Flüchtlingshilfe, die trotz der widrigen Umstände großartige Arbeit leisten. Angesichts der Entwicklungen an den europäischen Grenzen soll er aber auch daran erinnern, dass unsere Verantwortung zu helfen nicht erst an der österreichischen Grenze beginnen darf.
    Sozialstadtrat Peter Hacker
    7/7

Wien (OTS) - Der 27. Flüchtlingsball 2021 findet statt und setzt am 27. Februar auch als Livestreaming-Event aus dem Rathaus ein deutliches Zeichen für Solidarität und gegen die politische Kälte. Starke Unterstützung erhält das Integrationshaus dabei wieder von der Stadt Wien. „Abschiebungen, Push-Backs, unzureichendes Bleiberecht und die Verweigerung Kinder und ihre Familien aus den Flüchtlingslagern nach Österreich zu holen - die Liste der politischen Grausamkeiten gegenüber Geflüchteten seitens der Bundesregierung ist lange. Wir halten dagegen!“, so Katharina Stemberger, Vorstandsvorsitzende des Integrationshauses. Die Geschäftsführer*innen des Integrationshauses, Alexandra Jachim und Martin Wurzenrainer, ergänzen: "Außerdem reichen die Gelder der Grundversorgung für unsere professionelle Arbeit und das hohe Niveau der Betreuung Geflüchteter nicht aus."

Ganzheitliche Flüchtlingshilfe geht nur mit privater und regionaler Unterstützung!
„Geflüchtete sind heute mehr denn je rechtlichem und sozialem Druck seitens der Bundesregierung ausgesetzt. Lange Wartezeiten auf Entscheidungen und soziale Kürzungen verunsichern die Betroffenen und erschweren den Neustart in ein selbstständiges Leben. Wien geht hier mit gutem Beispiel voran und gewährt etwa Subsidiär Schutzberechtigten die Mindestsicherung“, erklärt Wurzenrainer. „Die professionelle Arbeit und das hohe Niveau der Betreuung Geflüchteter sind daher nur durch starke regionale und private Unterstützung möglich“, so Wurzenrainer anlässlich des 27. Flüchtlingsballs.

Auch für Wiens Bürgermeister Michael Ludwig ist der Flüchtlingsball ein wichtiges Zeichen: „Der Flüchtlingsball wird auch als Livestream-Ball aus dem Wiener Rathaus ein starkes Signal gegen die Politik der Kälte und der sozialen Spaltung darstellen, wie sie von manchen in unserem Land in den letzten Wochen und Monaten zur Schau gestellt wurde. Die Stadt Wien hätte sich dazu bereit erklärt, 100 Kinder aus dem Flüchtlingslager-Elend im griechischen Moria zu retten und bei uns aufzunehmen. Doch die rechtliche Entscheidung, die Kinder nach Österreich zu holen, liegt beim Bund. Und der lehnt das ab. Wien unterstützt daher über professionelle Organisationen wie die Caritas, die Diakonie und den Arbeiter-Samariterbund die verzweifelten Menschen in den desolaten Camps mit 300.000 Euro. In diesem Sinne ist der 27. Wiener Flüchtlingsball auch ein Symbol für Mitmenschlichkeit, Solidarität und Haltung, für die unsere Stadt in der ganzen Welt bekannt ist.“

Vizebürgermeister und Integrationsstadtrat Christoph Wiederkehr über den Flüchtlingsball 2021: "Schutzsuchende Menschen brauchen eine sichere Unterkunft, professionelle Beratung und vor allem eine Zukunftsperspektive. Im vergangenen Jahr mussten wir jedoch erleben, wie geflüchtete Menschen auf europäischem Boden im Stich gelassen und in Österreich geborene Kinder aus ihrem Umfeld gerissen und abgeschoben wurden. Es waren tragische Situationen, die ich nicht nur zutiefst verurteile, sondern gegen die ich auch öffentlich aufgestanden bin. Umso mehr freut es mich, dass ich den diesjährigen Flüchtlingsball nun erstmals als Stadtrat für Integration und Menschenrechte miteröffnen darf und so ein wichtiges Zeichen dafür setzen kann, dass die Unterstützung von schutzsuchenden Menschen auch in Krisenzeiten keine Pause kennt. Menschlichkeit muss insbesondere in schwierigen Zeiten wie diesen im Fokus unserer Gesellschaft bleiben. Dafür setzt sich auch das Integrationshaus, welches dieses Fest veranstaltet, seit Jahren ein. Ich schätze diese wertvolle Integrationsarbeit und bedanke mich nicht nur bei ihnen für ihren Einsatz, sondern auch bei allen Organisationen, die in diesem Bereich tätig sein!"

Sozialstadtrat Peter Hacker ergänzt: „Mit dem Wiener Flüchtlingsball setzen wir Jahr für Jahr ein Zeichen der Weltoffenheit, für den Zusammenhalt und das solidarische Miteinander in unserer Stadt. Die COVID-19-Pandemie stellt diese Tugenden seit etwa einem Jahr auf eine harte Probe und bringt ständig neue Herausforderungen mit sich. Dennoch erhält jeder geflüchtete Mensch in unserer Stadt ab Tag 1 jene Unterstützung, die er benötigt, um rasch Fuß zu fassen. Ich sehe den diesjährigen Wiener Flüchtlingsball zum einen als großes Dankeschön an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wiener Flüchtlingshilfe, die trotz der widrigen Umstände großartige Arbeit leisten. Angesichts der Entwicklungen an den europäischen Grenzen soll er aber auch daran erinnern, dass unsere Verantwortung zu helfen nicht erst an der österreichischen Grenze beginnen darf.“

Verein Projekt Integrationshaus
Das Integrationshaus ist ein auf nationaler und internationaler Ebene anerkanntes Kompetenzzentrum für die Aufnahme und Integration von Geflüchteten. Schutzsuchende finden hier sowohl Unterkunft als auch Betreuung, Bildung und Beratung. Besonders berücksichtigt werden Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf, wie Traumatisierte, Alleinerzieher*innen, physisch und psychisch Kranke sowie unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Das Integrationshaus hilft ihnen, eine Zukunftsperspektive zu finden und ist ein Praxisbeispiel für Flüchtlingsschutz, Mehrsprachigkeit, Vielfalt und Chancen-gerechtigkeit. 150 Mitarbeiter*innen zeigen hier tagtäglich, gemeinsam mit Freiwilligen, wie die Aufnahme und Integration von Geflüchteten und Migrant*innen bestmöglich funktioniert.

Flüchtlingsball-Live-Stream am 27.02.2021 ab 15:30 Uhr unter: www.fluechtlingsball.at

27. Flüchtlingsball 2021 am 27.02.2021 ab 15:30 Uhr
Der 27. Wiener Flüchtlingsball wird aufgrund der COVID-Pandemie heuer erstmal als Live-Streaming-Event stattfinden. Mit einer Mischung aus Live-Konzert-Übertragungen aus dem Rathaus und internationalen Video-Musikbeiträgen.
Zum Live-Stream

Rückfragen & Kontakt:

Verein Projekt Integrationshaus
Mag. Isabella Tömpe
Öffentlichkeitsarbeit
+43 1 212 35 20 96
i.toempe@integrationshaus.at
www.integrationshaus.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | IGH0001