VIER PFOTEN: Billiges Putenfleisch ohne Tierschutzstandards aus EU-Ländern nach Österreich importiert

Haltung von Puten in der EU muss dringend verbessert werden

Die EU schreibt für die Haltung von Puten überhaupt keine Mindeststandards vor, wie etwa eine maximale Besatzdichte, also den Platz für die Tiere. Das ist einfach eine Schande.
VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Veronika Weissenböck

Wien (OTS) - VIER PFOTEN sieht sich durch die bei der heutigen Pressekonferenz von Bundesminister Rudi Anschober präsentierte Studie „Anforderungen an eine zeitgemäße tierschutzkonforme Haltung von Mastputen“ der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Universität Leipzig bestätigt. Vor allem auf EU-Ebene müssen die Bedingungen laut VIER PFOTEN dringend verbessert werden. Denn der heimische Markt und damit die Standards für den Tierschutz werden durch das ausländische Putenfleisch massiv unter Druck gesetzt. An einer Kennzeichnungspflicht führt kein Weg vorbei.

Die EU schreibt für die Haltung von Puten überhaupt keine Mindeststandards vor, wie etwa eine maximale Besatzdichte, also den Platz für die Tiere. Das ist einfach eine Schande. Die Studie weist explizit auf die Bedürfnisse der Puten hin, die in der EU systematisch missachtet werden“, sagt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Veronika Weissenböck.

Die meisten europäischen Ställe halten im Durchschnitt mit 60-70 kg/m² um die Hälfte mehr Puten als in Österreich erlaubt sind (maximal 40 kg/m²). Der Selbstversorgungsgrad in Österreich liegt bei Putenfleisch aber gerade einmal bei 42 Prozent. Das billige Putenfleisch aus dem Ausland, das unter katastrophalen Haltungsbedingungen produziert wird, landet vor allem in der Gastronomie und der öffentlichen Versorgung, aber auch in verarbeiteten Produkten wie Würsten.

Die Lösung für mehr Transparenz liegt für die Tierschutzorganisation in einer konsequenten Kennzeichnung von Haltungsstandards und Herkunft für alle Bereiche, vom Lebensmitteleinzelhandel bis zur Gastronomie. „Nur so können Konsumentinnen und Konsumenten wissen, was ihnen vorgesetzt wird und gute Entscheidungen treffen. Profitieren würden außerdem selbstverständlich die Tiere, aber natürlich auch die Landwirtinnen und Landwirte, die Tiere besser halten“, erklärt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Weissenböck.

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