SPÖ-Yilmaz und Hammerschmid: Deine Mutter, unsere Sprache

Anlässlich des Welttags der Muttersprache fordern SPÖ-Integrationssprecherin und SPÖ-Bildungssprecherin Respekt vor allen Sprachen

Wien (OTS/SK) - Seit 21 Jahren begeht die UNESCO am 21. Februar den Internationalen Tag der Muttersprache. Er hat zum Ziel, die sprachliche Vielfalt zu erhalten und die multilinguale Bildung auf Basis der Muttersprache zu fördern. Aus diesem Anlass betont SPÖ-Integrationssprecherin am Vortag: „Ich habe kein Verständnis für die Stigmatisierung von Kindern, die eine andere Erstsprache als Deutsch erlernt haben. Jede Sprache ist wertvoll und jeder Erstsprache ist mit Respekt und Anstand zu begegnen.“ Ob Französisch, Farsi, Rumänisch, Türkisch, Slowakisch oder Kurdisch – man dürfe hier nicht sozial hierarchisieren und nach Klassen einteilen. „Je mehr Sprachen unsere Kinder lernen und sprechen, desto besser“, so Yilmaz weiter, „unabhängig davon, ob das Kind die Sprache von der Mutter, vom Vater, in der Schule oder beim Kicken lernt“. ****

SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid betont ebenfalls den Schatz, den Mehrsprachigkeit mit sich bringt: „Mehrere Sprachen sprechen zu können, sollte als ein Gewinn und absolut positiv gesehen werden. Zahlreiche Studien belegen: Der Erwerb einer neuen Sprache gelingt besser, je flüssiger die Muttersprache beherrscht wird. Kinder und Jugendliche müssen in der Schule in ihrer Muttersprache gefördert werden, um eine Zweitsprache gut lernen zu können. Gleichzeitig sollten wir wegkommen von der Segregation in Deutschförderklassen und Kindern die Chance eröffnen, voneinander zu profitieren. Denn Kinder lernen voneinander." Von Seite der SPÖ ergeht daher nochmal der dringende Appell an den Bildungsminister, hier auf die Sprach- und Bildungswissenschaft zu hören und die besten Lösungen für die Kinder und Jugendlichen umzusetzen.

Von Integrationsministerin Raab fordern die beiden SPÖ-Abgeordneten ein Bekenntnis zur Sprachförderung und eine Verurteilung des momentanen Systems der Deutschförderklassen: „Die Integrationsministerin muss den Bildungsminister dazu drängen, die Deutschförderklassen wieder abzuschaffen. Als Integrationsministerin sollte Raab die Schädlichkeit dieses Systems verstehen, und sich für dessen Ende einsetzen. Die Diskriminierung von Kindern aufgrund ihrer Muttersprache muss wieder beendet werden!“ „Und wenn man nur eine Sprache spricht, ist das auch voll okay“, schließt die SPÖ-Integrationssprecherin ab. (Schluss) sd/sc/lp

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