„Thema“ am 15. Februar: Urlaub in Corona-Zeiten – eine Frage der Moral?

Außerdem um 21.10 Uhr in ORF 2: Schmetterlingskinder – wenn die Haut zu dünn ist

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 15. Februar 2021, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Urlaub in Corona-Zeiten – eine Frage der Moral?

Patient Null wurde noch nicht gefunden, doch in Tirol breitet sich die Südafrika-Mutation des Coronavirus aus, in anderen Bundesländern die britische Variante. Dass sie „eingeschleppt“ wurden, scheint klar. Während sich der Großteil Österreichs von einem zum nächsten Lockdown schleppt, erzürnen Bilder und Berichte von Urlauberinnen und Urlaubern auf den Malediven, in Südafrika oder in Dubai die Volksseele. Instagram-Models oder Promis werden für ihr egoistisches und unsolidarisches Verhalten kritisiert. Aber ist Urlaub eigentlich verboten? Wer sind die Menschen, die jetzt auf Reisen gehen, und was wird getan, damit sie neben ihren Urlaubserinnerungen nicht auch neue Virusvarianten mit ins Land bringen? Eva Kordesch und Oliver Rubenthaler haben recherchiert.

Schmetterlingskinder – wenn die Haut zu dünn ist

Katharina ist vier Jahre alt. Ihre Haut ist so verletzlich wie die Flügel eines Schmetterlings. Etwa 500 Kinder in Österreich leben mit Epidermolysis bullosa – einem Gendefekt, der schon bei geringstem Druck Blasen und offene Wunden auf der Haut auslöst. Haare kämmen, Hände abtrocknen oder ein Stück Brot essen kann gefährlich sein. Die Studentin Lena Riedl lebt seit 27 Jahren mit dieser Krankheit. Als sie klein war, hat ihr Vater Rainer Riedl angesichts der ärztlichen Ratlosigkeit eine Selbsthilfegruppe gegründet, Spenden gesammelt und 2005 die weltweit erste Spezialklinik für Schmetterlingskinder gegründet. Nun muss das EB-Haus in Salzburg dringend erneuert werden, doch für die Behandlung „Seltener Krankheiten“ gibt es kaum öffentliches Geld. „Ohne das EB-Haus hätten wir das alles nicht geschafft“, sagt die Mutter von Katharina. Markus Stachl berichtet.

Virtuelle Realität – Ausflug ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten

„Wenn ich in die Öffentlichkeit gehe, dann starren mich immer alle an“, sagt der 16-jährige Aaron aus Kalifornien. Auch er ist ein Schmetterlingskind – doch in der digitalen Parallelwelt von „VRChat“, in der er seine Freunde trifft, ist er wie alle anderen. Eine Brille mit zwei Bildschirmen ist die Eintrittskarte in virtuelle Welten, die grenzenlos und intim gleichzeitig sind. Welten, die Jugendlichen die Möglichkeit bieten, sich in anderen Rollen auszuprobieren. Die Therapeutinnen und Therapeuten neue Formen der Behandlung ermöglichen, die Menschen ihr Innenleben buchstäblich „vor Augen führen“ können. Welten, die heute – auch mit Hilfe österreichischer Technologie – realistischer als je zuvor simuliert werden können. Martin Steiner hat Vorteile und Gefahren des neuen Mediums erkundet.

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