SWV-Matznetter zu Umsatzersatz-Chaos in Veranstaltungsbranche

KünstlerInnen bekommen Umsatzersatz ausgezahlt und werden danach aufgefordert, sich als VeranstalterInnen auszuweisen

Wien (OTS) - „Die Willkür und Inkompetenz der COFAG nimmt wieder neue Ausmaße an! Diesmal sind die Leidtragenden die darstellenden KünstlerInnen, die die ÖNACE Klassifikation 90.01 aufweisen“, erklärt Christoph Matznetter, Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV). Er bezieht sich dabei auf die Tatsache, dass der Umsatzersatz laut Berichten von UnternehmerInnen in manchen Fällen ausgezahlt wurde und in manchen nicht. Wenn ausgezahlt wurde bekommen die UnternehmerInnen in vielen Fällen nachträglich ein Formular von der COFAG zugesendet, in welchem sie angeben sollen, VeranstalterInnen zu sein. Die COFAG will den Umsatzersatz nämlich nur an VeranstalterInnen, die über eine geschlossene Betriebsstätte verfügen, auszahlen.

„Es ist wirklich unglaublich was uns die Unternehmerinnen und Unternehmer berichten! Gestern habe ich eine Mail von einem Künstler bekommen, der Anfang November den Umsatzersatz für den Monat November bewilligt und ausbezahlt bekommen hat. Den Dezember-Umsatzersatz hat er jedoch noch immer nicht erhalten und wurde Anfang Februar aufgefordert, zu bestätigen, dass er Veranstalter ist. Ihre Inkompetenz gefährdet die Existenz dieser Menschen, Herr Blümel“, richtet sich Matznetter an den Finanzminister.

Leider ist dies kein Einzelfall. Auf der Website www.blackbox-cofag.at finden sich viele ähnliche Schilderungen. Was passiert, wenn die KünstlerInnen nicht bestätigen, dass sie Veranstalter sind, da sie keine Betriebsstätte haben, weiß niemand.

„Das Schlimmste wäre, wenn Sie die bereits ausgezahlten Gelder zurückfordern würden, Herr Finanzminister. Das Problem besteht übrigens überhaupt nur, weil Sie es seit so vielen Monaten nicht schaffen, einen Umsatzersatz für indirekt vom Lockdown betroffene Unternehmen zu konzipieren. Wenn diese Krise und deren Bewältigung Ihre Kompetenz überschreitet, müssen Sie zurücktreten, Herr Finanzminister. So kann es jedenfalls nicht weitergehen!“, stellt Matznetter abschließend klar.

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