Bundesheer: Unteroffizier wegen Verdacht sexueller Belästigung vom Dienst enthoben

Oberösterreich (OTS) - Am Dienstag, den 2. Februar 2021 wurde ein 32-jähriger Unteroffizier vorläufig vom Dienst enthoben. Es wird gegen ihn wegen des Verdachtes der sexuellen Belästigung (§218 StGB) und des sexuellen Missbrauchs (§205 StGB) ermittelt. Die betroffenen Personen sind Grundwehrdiener und Berufssoldaten des Bundesheers. Ein Rekrut hat eine Anzeige eingebracht und unmittelbar davor seinen Vorgesetzen informiert. Der Unteroffizier versieht seit Juni 2016 seinen Dienst am Fliegerhorst Vogler in Hörsching.

Ihm wird unter anderem vorgeworfen, über einen längeren Zeitraum einzelne Untergebe und auch Kameraden nach Dienst zu sich nach Hause eingeladen zu haben und nach beidseitigen Alkoholkonsum unsittlich berührt zu haben. Darüber hinaus wird der Vorwurf überprüft, dass er sich auch während der Nachtruhe an Zimmerkameraden vergangen hat.

Das Bundesheer bedauert die Vorfälle und hat allen Beteiligten potenziellen Opfern psychologische Betreuung angeboten. Gegen den Unteroffizier wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet und das Bundesheer unterstützt die Ermittlungen des Landeskriminalamtes Oberösterreich.

Der beschuldigte Unteroffizier bestreitet bis dato alle ihm gegenüber gemachten Vorwürfen der sexuellen Belästigung, bzw. des sexuellen Missbrauchs.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichisches Bundesheer
Militärkommando Oberösterreich
Abteilung Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
Oberst Gerhard Oberreiter
gerhard.oberreiter@bmlv.gv.at
Mobil: +43 664 622 7305

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLA0001