Sima: Renaturierung Liesingbach in vollem Gange

Neue Grünbereiche am Wasser, mehr Hochwassersicherheit und verbesserte Gewässerqualität

Wien (OTS) - Auf Hochtouren laufen aktuell die Arbeiten am Liesingbach. Mit dem Großprojekt, das bis 2027 läuft, garantiert die Stadt Wien mehr Hochwassersicherheit, bessere Gewässerqualität und neue Grünbereiche für die AnrainerInnen direkt am Wasser. Aktuell wird am Teilstück zwischen Liesinger Platz und Rudolf-Waisenhorn-Gasse an der Formung des Bachbettes gearbeitet. „Wir schaffen damit neue, attraktive Grünbereiche für die Menschen, pflanzen zahlreiche neue Bäume und Pflanzen und tragen aktiv zum Klimaschutz bei“, so die für die Gewässer zuständige Stadträtin Ulli Sima.

Das hartverbaute Flussbett wurde bereits entfernt. Anstelle der Steinpflasterung werden Schotter und natürliches Sohlsubtrat eingebracht. Die alten Pflastersteine wurden zerkleinert, das Material wird als Unterlage für das neue Kanalrohr und in die Sohle des Liesingbaches eingebracht. Dieses umweltschonende Recycling verhindert den aufwändigen Abtransport der Steine und die damit verbundenen LKW-Fahrten. In Kürze starten die großangelegten Bepflanzungen. Im Bachlauf entstehen kleine Buchten und Flachwasserbereiche. Im Uferbereich wird natürliches Sediment eingebracht. Im Mai wird ein Infocenter im Bereich des nächsten Bauabschnittes eröffnet, im Winter startet der nächste Bauteil von der Gutheil-Schoder-Gasse bis Großmarktstraße und ein EU-Projekt zur Klimawandelanpassung für das Fließgewässer Liesing beginnt.

Mit dem Projekt schafft die Stadt einen Gesamtlückenschluss auf dem insgesamt 9,2 km langen Abschnitt zwischen Kaiser-Franz-Josef Straße und Großmarktstraße im 23. Wiener Gemeindebezirk, die restlichen rund 9 km des Liesingbaches auf Stadtgebiet wurden in den letzten 20 Jahren bereits renaturiert.

Verbesserter Gewässer- und Hochwasserschutz

Hand in Hand mit den wasserbaulichen Arbeiten wird am Ufer-Kanalsystem gearbeitet. Um die Wasserqualität zu steigern, errichtet Wien Kanal einen zusätzlichen Rohrkanal unter dem Bachbett. Damit können Verunreinigungen aus dem bestehenden Regenwassersystem vom Bach ferngehalten werden. Der erste Spülstoß von den umliegenden Verkehrsflächen bei Regen gelangt zukünftig über den neuen Kanal in die Hauptkläranlage nach Simmering. Durch die Zusammenarbeit bei Planung und Bau werden Kosten und Ressourcen reduziert.

Auch der Hochwasserschutz am Liesingbach wird verbessert. Mittels wasserbaulicher Umbauten wird im Projektgebiet und bei den Rückhaltebecken der Hochwasserschutz auf den neuesten Stand der Technik gebracht (durchgängig auf HW 100).

Grünräume entlang des Gewässers werden vergrößert oder geschaffen. Dadurch soll der Liesingbach an die klimatischen und wachstumsbedingten städtischen Veränderungen angepasst werden. “Für die Anrainerinnen und Anrainer des Liesingbaches bedeutet das Vorhaben einen Zugewinn an wertvollem neuen Grünraum am Wasser“, so Sima, die sich bei der zuständigen Abteilung MA 45-Wiener Gewässer für ihr Engagement bedankt.

Eckdaten des Projekts Integrativer Hochwasserschutz Liesingbach

• Bauteil 1: Gutheil-Schoder-Gasse bis Großmarktstraße

• Bauteil 2: Gutheil-Schoder-Gasse bis Atzgersdorfer Platz

• Bauteil 3: Atzgersdorfer Platz bis Rudolf-Waisenhorn-Gasse

• Bauteil 4: Rudolf-Waisenhorn-Gasse bis Liesinger Platz (Fertigstellung April 2021)

• Bauteil 5: Liesinger Platz bis Kaiser-Franz-Josef-Straße

• Bauteil 6: Speicherbecken Gelbe Haide (abgeschlossen)

• Fertigstellung des Gesamtprojekts: Ende 2027

Das Projekt "Integrativer Hochwasserschutz Liesingbach" wird im Rahmen des Wasserbautenförderungsgesetzes des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus gefördert.

Infos zum Projekt Liesingbach:

• https://www.wien.gv.at/umwelt/gewaesser/liesingbach/renaturierung/liesinger-platz.html

• www.gewaesser.wien.at

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/presse/bilder

Rückfragen & Kontakt:

Anita Voraberger
Mediensprecherin StRin Ulli Sima
Telefon: 01 4000-81353
E-Mail: anita.voraberger@wien.gv.at

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