Greenpeace: Bessere Herkunftskennzeichnung in Gemeinschaftsverpflegung ist ein wichtiger Schritt

Aber Kennzeichnung der Herkunft nicht ausreichend - Haltungsbedingungen müssen bei tierischen Produkten erkennbar sein

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßt den Vorstoß von Bundesminister Anschober für eine verbindliche Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung für Speisen, die Rindfleisch oder Eier enthalten. Bislang können KonsumentInnen in der Gemeinschaftsverpflegung wie beispielsweise in der Gastronomie, in Kantinen oder Pflegeheimen weder die Herkunft noch Haltungsbedingungen bei den Lebensmitteln erkennen. Allerdings kann die Kennzeichnung der Herkunft nur ein erster Schritt sein, so Greenpeace. Gerade bei tierischen Produkten müsse auch erkennbar sein, wie die Tiere gehalten wurden, fordert Greenpeace.

“Mehr Transparenz auf dem Teller gibt nicht nur den KonsumentInnen Sicherheit, sondern hilft auch der Umwelt. Doch gerade bei tierischen Produkten reicht eine Kennzeichnung nach Herkunft nicht aus, auch die Haltungsweise muss ausgewiesen werden. Denn auch in Österreich ist die Produktion von Fleisch mitunter umweltzerstörerisch und qualvoll für die Tiere”, sagt Landwirtschaftsexpertin Natalie Lehner. Gerade die Gastronomie verwendet viel importiertes Fleisch und importierte Eier aus Käfighaltung. Für KonsumentInnen ist das allerdings nicht ersichtlich - dabei wünschen sich 84 Prozent der ÖsterreicherInnen eine bessere Kennzeichnung der Herkunft und Haltungsbedingungen bei tierischen Produkten, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Greenpeace schon 2019 zeigte.

“Die ÖsterreicherInnen wollen wissen, wo die Lebensmittel herkommen, die sie essen. Vor allem wollen sie bei Fleisch wissen, wie die Tiere gelebt haben und ob sie etwa gentechnisch veränderte Futtermittel gefressen haben. Für einen Wandel hin zu einer umweltfreundlichen Ernährung ohne Tierleid müssen wir als KonsumentInnen wissen, was auf unserem Teller landet. Dafür muss die österreichische Bundesregierung die Kennzeichnung der Herkunft auf alle tierischen Produkte ausweiten und vor allem auch die Kennzeichnung der Haltungsbedingungen verpflichtend machen”, fordert Lehner.

Rückfragen & Kontakt:

Natalie Lehner
Campaignerin Lebensmittel und Landwirtschaft
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: (+43) 664 461 50 19
E-Mail: natalie.lehner@greenpeace.org

Marianne Fobel
Pressesprecherin
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 816 9716
E-Mail: marianne.fobel@greenpeace.org

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRP0001