FPÖ-Landbauer: Lokalverbote für Bürger sofort aufheben

Gastro-Schließung ist kontraproduktiv – Zwei Drittel der Neuinfektionen passieren im eigenen Haushalt

St. Pölten (OTS) - „Mit dem Lockdown hat die türkis-grüne Bundesregierung allen Österreichern quasi ein Lokalverbot ausgesprochen“, kritisierte der freiheitliche Landespartei- und Klubobmann im NÖ Landtag, Udo Landbauer, der diese Maßnahme für kontraproduktiv hält. „Die meisten Ansteckungen mit dem Corona-Virus finden im eigenen Haushalt statt und nicht in Lokalen“, betonte Landbauer.

So hätten mehrere Studien der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore ergeben, dass 46 bis 66 Prozent aller Ansteckungen haushaltsbasiert seien. Auch zeige die Studie, dass Bars und Kneipen als besonders gefährlich eingeschätzt würden. Laut "RKI" sei dort das Infektionsrisiko allerdings weitaus geringer, da dort Maßnahmen wie Mundschutz und Mindestabstand überwiegend eingehalten würden, zitierte Landbauer aus den US-Studien.

Durch die von der Bundesregierung verordnete Gastro-Schließung seien die Menschen gezwungen worden in den privaten Bereich auszuweichen. „Essenseinladungen, Partys und Familientreffen werden jetzt nicht in den streng geregelten und kontrollierten Lokalen abgefeiert, sondern im völlig freien, privaten Bereich, daheim“, so Landbauer.

Die Gastronomie biete hingegen deutlich mehr Schutz vor Ansteckungen als die eigenen vier Wände. Da gebe es Mund-Nasenschutz für das Personal, eine Reduktion der Sitzplätze, Contact-Tracing, Desinfektionsmittel an allen Ecken und Enden und Einlass nur nach Reservierung. „Dadurch ist wohl ein Gasthausbesuch als sicherer einzuschätzen, als ein privater Besuch bei Freunden“, betonte Landbauer.

Abgesehen von der mehr als fragwürdigen Auswirkung auf das Infektionsgeschehen, verursache die Gastrosperre einen enormen volkswirtschaftlichen Schaden. Viele Lokale würden wohl nie wieder aufsperren und einen wirtschaftlichen Bauchfleck mit allen Konsequenzen hinlegen. „Hier werden völlig sinnlos und willkürlich Existenzen vernichtet“, zeigte sich Landbauer empört. Denn, so Landbauer weiter, nicht nur die Lokalbetreiber würden ums nackte Überleben kämpfen, sondern auch deren Mitarbeiter. Stelle doch das Trinkgeld für die Kellnerinnen und Kellner einen wesentlichen Teil ihres Einkommens dar. Das würde jetzt komplett wegfallen.

Dazu komme noch, dass die Gastronomie, im Unterschied zu anderen Branchen, den durch den Lock Down verursachten Umsatzentgang nicht aufholen könne. „Wenn jemand heute eine neue Waschmaschine braucht, wird er diese nach dem Lock Down auch noch brauchen. Wenn aber jemand heute Hunger hat, wird er nach dem Lock Down wohl kaum ‚nachessen‘ gehen“, bringt es Landbauer auf den Punkt.

„Eine sofortige Öffnung der Gastronomie würde sowohl die Ansteckungen im privaten Bereich reduzieren, als auch die Wirte und ihre Mitarbeiter vor der Pleite retten“, forderte Landbauer ein Ende des allgemeinen Lokalverbots. „Sperren sie die Lokale endlich wieder auf, Herr Kurz“, so Landbauer.

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