FPÖ - Hofer: Liefer-Engpass bei Impfstoff ist Rückschlag, darf aber nicht zum Dauer-Lockdown führen

FPÖ bietet Zusammenarbeit für Lösungen abseits des Zusperrens an

Wien (OTS) - Kein Tag ohne schlechte Nachrichten von der Impf-Front. Nach der Aufregung rund um Vordrängler kündigte der Hersteller AstraZeneca nun Lieferschwierigkeiten für seinen noch nicht zugelassenen Impfstoff an. Ob er überhaupt für ältere Personen geeignet sein wird ist noch immer fraglich. Österreich hatte ursprünglich mit zwei Millionen Dosen des Vakzins für das erste Quartal 2021 gerechnet und wollte damit vornehmlich vulnerable Gruppen impfen. Angesichts dieser Nachrichten - Gesundheitsminister Anschober sieht darin einen „echten Rückschlag“ - befürchtet FPÖ-Bundesparteiobmann NAbg. Norbert Hofer, dass dies Katalysator für eine massive Verlängerung des bis 8. Februar 2021 geplanten harten Lockdowns sowie für weitere Lockdowns im Jahresverlauf sein könnte: „Ein Dauer-Lockdown ist für unser Land und seine Bürger aber beim besten Willen nicht verkraftbar. Und ich spreche hier nicht von den wirtschaftlichen Folgen und den Folgen für den Arbeitsmarkt, die natürlich evident sind. Ich spreche von erheblichen Kollateralschäden im Gesundheitsbereich und von einer drohenden Destabilisierung der öffentlichenen Ordnung. Die Bundesregierung muss daher dringend die Verhaltensforschung in die Expertengremien einbinden um zu erfassen, welche Maßnahmen längerfristig die notwendige Disziplin und Akzeptanz zur Zielerreichung auslösen. Ein Dauer-Lockdown im bestehenden Format drängt die Menschen ausgerechnet aus jenem Raum, in dem es klare Regeln und Kontrollmöglichkeiten gibt in einen Bereich, in dem genau dieses Regelwerk nicht gilt oder nicht kontrolliert werden kann.“

Für Lösungen abseits des Dauer-Lockdowns stehe die FPÖ jedenfalls jederzeit bereit, um die Regierung nach Kräften zu unterstützen. Vorschläge habe es in den letzten Wochen und Monaten bereits gegeben, erklärt Hofer. Ein Teil dieser Lösung sei jedenfalls der Ausbau der Kapazitäten im Gesundheitsbereich zur Abdeckung der Belastungsspitzen. Hofer: „Die Heeresspitäler sollen ohne Verzögerung reaktiviert werden, auch um für künftige Pandemien gerüstet zu sein.“

Ein weiterer Teil der Lösung seien auch die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten für die Schulen sowie eine Unterstützung für jene Unternehmen, die solche Geräte für Arbeitsplätze und Kundenbereiche anschaffen. Ebenfalls als sinnvoll erachtet der FPÖ-Obmann die Beibehaltung strenger Hygienevorschriften, Abstandsregeln und Masken in jenen Bereichen, wo sie evidenzbasiert helfen. „In Altenwohn- und Pflegeheimen müssen neben der FFP2-Schutzmaske auch Schnelltests für Besucher zur Anwendung kommen - ohne Ausnahmen oder einen Rückfall auf die lange geltende Regelung, dass Besucher auch ohne Testung eingelassen wurden“, bekräftigt Hofer.

Die FPÖ biete auch ihre Unterstützung an, um negativste Folgen der Lockdowns im Gesundheitswesen zu bekämpfen. Norbert Hofer: „Krebsvorsorge, Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen, anstehende Operationen - all das muss trotz Corona-Pandemie weiter stattfinden. Die Übersterblichkeit im Vorjahr bei Menschen ohne Corona-Erkrankung war besorgniserregend. Zumindest 3.000 Personen waren davon betroffen.“ Es dürfen auch die Augen nicht vor den stark zunehmenden psychischen Erkrankungen verschlossen werden. „All das zeigt deutlich: Die Menschen müssen raus aus den beengten Räumen. Es muss ein Weg aus dem Lockdown beschritten werden und ich biete dazu jede Mitarbeit an“, hält der FPÖ-Bundesparteiobmann abschließend fest.

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