GLOBAL 2000 fordert raschen Beschluss des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes von naturverträglichem Ökostrom

Manöver der Gasindustrie gefährden Klimaschutz, die Schaffung von Arbeitsplätzen und wirtschaftliche Erholung in Österreich

Wien (OTS) - Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 fordert einen raschen Beschluss des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes und weist die Vorstöße der Gasindustrie zurück: „Wir brauchen dringend einen Beschluss des Erneuerbaren-Ausbaugesetzes, damit der Ausbau von naturverträglichem Ökostrom weitergehen kann. Die Versuche der Gasindustrie, ihre finanziellen Interessen im letzten Moment hinein zu lobbyieren, führen nur zu unnötigen Verzögerungen. Wir fordern Bundeskanzler Sebastian Kurz auf, endlich ein Machtwort zu sprechen. Jede Verzögerung des Ausbaus von naturverträglichem Ökostrom gefährdet unsere Klimaziele, die Schaffung von Arbeitsplätzen und behindert positive wirtschaftliche Impulse, die wir gerade jetzt dringend brauchen“, betont Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000.

Wärmewende und Gasausstieg erfordern Gesamtpaket statt Schnellschuss

Kritisch sieht GLOBAL 2000 die Vorstöße der Gasindustrie auch aus einem anderen Grund. Unter dem Deckmantel von „grünem Gas“ werden derzeit völlig unrealistische Potenzialannahmen veröffentlicht, um ein Festhalten an veralteter, fossiler Infrastruktur als zukunftsfähig darzustellen. Das tatsächliche Potenzial von grünem Gas ist jedoch begrenzt, deshalb sollte es vorwiegend für jene Bereiche verwendet werden, für die es keine bessere Alternative gibt. Zum Beispiel ist der Ausstieg aus Kohle in der Stahlindustrie nur mit Wasserstoff sinnvoll darstellbar. Auch um Stromnetze zukünftig zu stabilisieren, wird es grünes Gas brauchen. Gerade die aktuelle Diskussion dazu zeigt, dass „grünes Gas“ für diese sinnvollen Einsatzzwecke reserviert werden sollte und nicht für den Raumwärmebereich, wo es klimafreundliche Alternativen gibt.

Wird zu viel „grünes Gas“ in diesem Bereich vorgesehen, dann fehlt es in anderen Bereichen und das gesamte Projekt Energiewende in Österreich wird torpediert. Es braucht also ein Gesamtkonzept und keinen Schnellschuss: „Die Vorstöße der Gasindustrie gefährden das Mega-Projekt Energiewende in Österreich und behindern wirksamen Klimaschutz. Statt einem Schnellschuss aus der Hüfte, braucht es ein Gesamtpaket für erneuerbare Wärme in Österreich und einen systematisch durchdachten Ausstiegsplan aus Erdgas, der mit den Klimazielen kompatibel ist“, sagt Wahlmüller abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Lydia Matzka-Saboi, GLOBAL 2000 Pressesprecherin, 0699 14 2000 26, lydia.matzka@global2000.at
Johannes Wahlmüller, GLOBAL 2000 Klimasprecher, 0699 14 2000 41, johannes.wahlmueller@global2000.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GLL0001