Walser und Hörl: Strikter Corona-Fahrplan nach jüngsten Entwicklungen unumgänglich!

Stockende Hilfsmaßnahmen verschärfen negative Lage – nicht nur finanziell, sondern zunehmend auch emotional

Innsbruck (OTS) - Als unumgänglich bezeichnen Tirols Wirtschaftskammerpräsident Christoph Walser und Wirtschaftsbundobmann NR Franz Hörl den weiteren Fahrplan zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie. „Was vor kurzem noch undenkbar gewesen ist, wurde nun zur unausweichlichen Realität“, so Walser. „Vor einer Woche haben wir noch auf Lockerungsschritte gepocht, doch die seither bekanntgewordenen Entwicklungen machen eine Verlängerung des Lockdowns notwendig. Es hat keiner was davon, wenn wir jetzt aufsperren und nach 10 Tagen wieder das ganze Land herunterfahren müssen“, so Hörl.

Dramatische Beispiele aus anderen Ländern haben gezeigt, wie explosiv sich die Lage derzeit entwickelt. Umso wichtiger ist ein Kurs, der nachvollziehbar und angemessen ist. „In Südtirol musste man nach wenigen Tagen die Maßnahmen bereits wieder verschärfen und auch andere Länder verlängern oder verschärfen ihren Lockdown. Dies galt es zu verhindern, da das ständige Wechselspiel zwischen Öffnung und Schließung erstens für noch mehr Verunsicherung sorgt und zweitens auch wirtschaftlich nicht zielführend ist“, so Walser. Mit Blick auf die exorbitanten Steigerungen der Inzidenz wie etwa in Irland – innerhalb von wenigen Wochen von 50 auf 900 – muss man auch in Österreich vorausblickend auf ähnliche Entwicklungen vorbereitet sein.

„Auch wenn es schmerzt: Die Analyse seitens der Wissenschaft war eindeutig“, so Walser, der schon bald auf eine Entspannung der Lage durch die Impfung der Risikogruppen hofft. „Sofern der Impfstoff von AstraZeneca von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassen wird, können wir alle über 65-jährigen bis Ende März impfen. Dann haben wir eine völlig andere Ausgangssituation. Wir müssen jetzt gemeinsam nochmal in den sauren Apfel beißen und durchhalten“, fordert Walser Geschlossenheit von der Wirtschaft ein. Die bereits gestern verkündeten zusätzlichen Hilfsmaßnahmen reichen für Walser nicht aus. „Wir dürfen trotz der epidemiologischen Lage nicht auf Wirtschaft und Jobs vergessen. Besonders im tourismusintensiven Westen haben wir indirekt betroffene Branchen, die auf dringend notwendige Hilfen warten“, so der Tiroler Wirtschaftskammerpräsident.

Für den heimischen Tourismus sind die Lichter aber für diese Wintersaison endgültig ausgegangen. „Ich hätte mir in meinem unternehmerischen Leben nie ausdenken können, dass in Tirol eine Wintersaison ausfallen kann. Genau dies ist nun eingetroffen, weshalb es jetzt auch die entsprechenden Unterstützungen benötigt. Die Bundeshilfen müssen schnellstmöglich fließen“, findet Hörl klare Worte. Angesichts der schwierigen finanziellen Situation nehmen Walser und Hörl dabei auch das Land Tirol in die Pflicht. „Noch immer warten die Unternehmen auf die Zahlungen nach dem Epidemiegesetz aufgrund der Schließungen im vergangenen März. Diese nicht annehmbare Situation verschärft die negative Lage der Unternehmen – nicht nur finanziell, sondern zunehmend auch emotional“, so Hörl.

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