Wöginger: Nur mit Impfen und Testen können wir diese Pandemie bewältigen

ÖVP-Klubobmann in der Sondersitzung des Nationalrats

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Es gibt nur zwei Ansätze, wie wir diese Pandemie erfolgreich bewältigen können: Impfen und parallel dazu testen. Ansonsten werden wir diese Gesundheits- und Wirtschaftskrise nicht bewältigen können. Das sagte heute, Mittwoch, ÖVP-Klubobmann August Wöginger anlässlich der Dringlichen Anfrage im Nationalrat.

Ein kleiner Lichtblick sei, dass sich zumindest vier Fraktionen hinsichtlich des Impfens einig seien. Wenn der Impfstoff da sei, werde auch organisiert, dass die Menschen impfen gehen können. „Wenn sich die Menschen impfen lassen, werden wir diese Pandemie bewältigen können.“

Wöginger erinnerte daran, dass es mit einer Zustimmung der SPÖ im Bundesrat sogar möglich gewesen wäre, mit einer Teststrategie ab 18. Jänner zu öffnen. Hier habe aber der SPÖ-Klub auf den Tiroler SPÖ-Chef Dornauer gehört, der seiner Partei empfahl, im Bundesrat gegen das geplante "Freitesten" aus dem Lockdown zu stimmen. „Deshalb konnten wir diese Teststrategie nicht umsetzen.“ Zwei Tage später habe allerdings der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser wieder von Testungen gesprochen. „Und jetzt verhandeln wir erneut darüber. Wir in der Koalition arbeiten Tag und Nacht, aber wenn die SPÖ noch einmal die Zustimmung im Bundesrat verweigert, dann können wir nichts tun“, so Wöginger, der diesmal mit einer Zustimmung rechnet. Den SPÖ-Gesundheitssprecher Kucher rief er dazu auf, in seinem Heimatland Kärnten hinsichtlich des Impfens für die Bevölkerung mehr „auf den Putz zu hauen“, weil ursprünglich ein früherer Impftermin ausgemacht gewesen sei.

Wöginger betonte zudem, dass sehr wohl ein Impfplan in Oberösterreich vorliege. 48.000 Menschen sollen in Oberösterreich noch im Jänner gegen Covid-19 geimpft werden. Das Hauptaugenmerk liege auf Bewohnern und Mitarbeitern in Alters- und Pflegeheimen, aber auch Über-80-Jährigen, die nicht in Heimen leben, könne ein Impfangebot gemacht werden. Ab 14. Jänner würden die Impf-Orte bekannt gegeben und ab 15. Jänner könne man sich anmelden, zeigte sich Wöginger zufrieden, dass die Bundesländer Verantwortung übernehmen.

Zur FPÖ gewandt meinte Wöginger: „Es gibt in der FPÖ neben der Kickl-Truppe nach wie vor konstruktive Kräfte, die mit Haus- und Sachverstand an diese Pandemie herangehen.“ Wöginger hob in diesem Zusammenhang auch die Kritik an Kickl durch den FPÖ-Klubobmann im oberösterreichischen Landtag Herwig Mahr, hervor, der Kickls Aussagen zum neuen Arbeitsminister Martin Kocher deplatziert fand. Aber das sei eben die Art, wie Teile der FPÖ auch mit der Pandemie umgehen. „Man ist gegen Testungen und Impfungen, und auch einen Lockdown sollte es nicht geben. Aber wie erklärt ihr den Menschen, wenn man all das nicht machen soll, dass die Kapazitätsgrenzen in den Spitälern erreicht sind und Menschen sterben?“, so Wöginger. Die FPÖ mache Propaganda, und versuche, einen Keil in die Bevölkerung zu treiben. Dieser Keil sei allerdings auch in der FPÖ zwischen Kickl und Hofer zu spüren.

Wöginger verwies in diesem Zusammenhang auf einen Zeitungsartikel, in dem ein 66jähriger Kärntner Ex-Wirt meinte: das „Virus lehrte mich das Beten“ und folgende Botschaft an Coronaleugner hatte: „Seid ihr denn wahnsinnig?“

Abschließend appellierte der ÖVP-Klubobmann an die Abgeordneten: „Beteiligen Sie sich an der Strategie der Bundesregierung und halten wir zusammen. Nur so können wir diese Pandemie erfolgreich bewältigen.“

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