SPÖ-Laimer: Super-GAU - Landesweitem Blackout in Zeiten der Corona-Pandemie vorbeugen

Ist bei einem totalen Strom- und Infrastrukturausfall die Corona-Impfung der Bevölkerung noch gewährleistet? Blackout-Präventions-Strategie gefordert Ist bei einem totalen Strom- und Infrastrukturausfall die Corona-Impfung der Bevölkerung noch gewährleistet? Blackout-Präventions-Strategie gefordert

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Wehrsprecher Robert Laimer: „Wir müssen schleunigst Vorsorgemaßnahmen treffen, um die Blackout-Gefahren und deren Schäden zu minimieren. Dies schließt auch die Aufrechterhaltung der Durchimpfung der Bevölkerung mit ein.“ Die Stromversorgung in Europa ist, wie der schwere Zwischenfall in Rumänien vergangene Woche gezeigt hat, ein sehr sensibler Bereich. Defizite in den Leitungsnetzen, Überkapazitäten am Energiemarkt und zu wenig Speichermöglichkeiten bringen das europäische Stromnetz zunehmend ins Wanken. Ein europaweiter Stromausfall scheint realistischer denn je. Käme es aktuell in der Corona-Pandemie zu einer großflächigen Unterbrechung der Stromversorgung für mehrere Tage, wäre dies der absolute Super-GAU – vor allem auch für die Kühllagerung und Verabreichung der COVID-Impfstoffe. ****

Die Gefahren und Auswirken eines totalen Blackouts sind vielfältig und betreffen alle Lebensbereiche – kein Licht, keine Heizung, kein Wasser, massive Einschränkungen in der Mobilität und bei der Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln. Ein Strom- und Infrastrukturausfall verursacht, laut Expertenberechnungen, einen volkswirtschaftlichen Schaden von ca. 1,2 Mrd. Euro pro Tag. Darüber hinaus dauert es bis zu 10 Tage, um den „Normalzustand“ wiederherzustellen. Eine überaus lange Zeitspanne, die die politisch Verantwortlichen vor große Probleme stellt – vor allem in herausfordernden Pandemiezeiten.

Ein Blackout hat selbstverständlich auch Auswirkungen auf die Corona-Durchimpfung der österreichischen Bevölkerung. Probleme mit der arzneimittelgerechten Kühlung und der Logistik der COVID-Impfstoffe sind vorprogrammiert. Daher fordert der SPÖ-Abgeordnete Robert Laimer wiederholt und eindringlich eine mit den Behörden und Einsatzorganisationen abgestimmte Strategie zur Blackout-Prävention: „Österreich braucht dringender denn je eine gesamtstaatliche Blackout-Vorsorge. Wir dürfen nicht wie das Kaninchen vor der Schlange in einer Starre verharren und zuwarten bis ein landes- oder europaweiter Stromausfall eintritt. Es gilt, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen, sprich aktiv Vorsorgemaßnahmen zu treffen, um den potenziellen Super-GAU zu vermeiden. Auch wenn Österreich Teil eines gesamteuropäischen Stromnetzes ist und wir es alleine nicht in der Hand haben für stabile Verhältnisse am Strommarkt zu sorgen, müssen wir dennoch eine landesweit abgestimmte Blackout-Strategie in der Tasche haben, um die Blackout-Folgeschäden möglichst gering zu halten. Mein Appell an die Regierung: Erarbeiten wir gemeinsam ein stringentes Notfallkonzept unter Einbeziehung der Experten aus dem Bundesheer, der Einsatzorganisationen und der Exekutive!“, so Laimer. (Schluss) sd/sc

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