2020 war intensives Jahr für Tierschutzhof Pfotenhilfe

Trotz Einschränkungen fast 900 Tieren Zuflucht geschenkt / Tiermasken sind der Renner

Ich mache mir keine Hoffnungen, dass 2021 leichter wird, im Gegenteil muss man im Tierschutz immer mit dem Schlimmsten rechnen - und das tritt meist auch ein
Johanna Stadler, Geschäftsführerin Pfotenhilfe

Lochen (OTS) - Tieren in Not ist eine Pandemie egal, genauso wie Feierabende, Wochenenden und Feiertage. Sie brauchten im Vorjahr an 366 Tagen rund um die Uhr Hilfe, und diese leistete der Tierschutzhof Pfotenhilfe, auch wenn dies 2020 deutlich schwieriger war als sonst. Tieraufnahmen mussten kontaktlos stattfinden, Adoptionen waren aufgrund von Lockdowns wochenlang gar nicht möglich. Geschäftsführerin Johanna Stadler: "Die Bilanz dieses intensiven Jahres ist, dass wir über 900 Tieren Zuflucht schenken konnten, ja mussten, da ihr Schicksal äußerst ungewiss war. Rund 400 ungewollte Hunde, Katzen und Kleintiere sind aber auch wieder von neuen Familien adoptiert worden. Über 100 Streunerkatzen konnten gefangen und kastriert werden, um ihre Vermehrung zu stoppen und damit viel Leid zu verhindern. Aber auch mehr als 400 Wildtieren in Not konnte geholfen werden. Sie wurden meist von mir selbst liebevoll gesund gepflegt, oder aufgezogen und anschließend wieder in die Freiheit entlassen. Nur der Schwanengreis Hansi, der am Mondsee von einem jungen Konkurrenten attackiert wurde, darf seinen Lebensabend auf unserem Tierschutzhof verbringen, da er die nächste Attacke wohl nicht überlebt hätte."

Der Tierschutzhof Pfotenhilfe half aber zusätzlich auch virtuell, da ein Vielfaches des zur Verfügung stehenden Platzens an Anfragen hereinkam. So wurden laufend über die große Fangemeinde in sozialen Medien Plätze für Tiere gesucht, die aus diversen Gründen ihr Zuhause verloren haben. Egal ob die ehemaligen Tierhalter krank oder gar verstorben sind, ob Tiere behördlich wegen Tierquälerei beschlagnahmt oder einfach skrupellos ausgesetzt wurden, das Team der Pfotenhilfe versuchte immer sein Möglichstes und kam dabei oft an seine Grenzen.

"Ich mache mir keine Hoffnungen, dass 2021 leichter wird, im Gegenteil muss man im Tierschutz immer mit dem Schlimmsten rechnen - und das tritt meist auch ein", seufzt Stadler. "Ein trauriger Höhepunkt war der Fall der Hündin Mia, die im Herbst regungslos im Straßengraben gefunden wurde. Sie war psychisch so am Ende, dass sie sich nicht einmal auf den Beinen halten konnte und wirkte wie gelähmt, obwohl sie keine körperlichen Schäden hatte. Und zu allem Überfluss waren auch noch acht Babys in ihrem Bauch! Durch liebevollste Betreuung haben wir sie wieder hinbekommen, und ihre kleinen Racker haben sogar teilweise schon ein Zuhause gefunden. Und auch Mia selbst hat nächste Woche ihren Kastrationstermin und darf sich dann hoffentlich auf eine Familie freuen, die sie ihre Vergangenheit schnell vergessen lässt."

Und da uns die Maskenpflicht auch 2021 weiter begleiten wird, hat sich die Pfotenhilfe etwas ausgedacht, damit sich dieses unangenehme Ding etwas leichter trägt: auf www.pfotenhilfe.at kann man dank eines Sponsors kostenlos lustige Hunde- und Katzenmasken bestellen, und die sind natürlich der Renner bei Tierfreunden.

Honorarfreie Fotos von Mia und ihren Welpen auf Anfrage oder hier zum Download. (Copyright: Pfotenhilfe)

Einen Jahresrückblick in Bildern gibt es unter https://www.youtube.com/watch?v=RTGZic92hvU

Rückfragen & Kontakt:

Tierschutzorganisation Pfotenhilfe
Jürgen Stadler
+43|664|848 55 50
juergen.stadler@pfotenhilfe.at
www.pfotenhilfe.at

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