SPÖ-Vollath fordert tragfeste Lösung für Geflüchtete in Bosnien

EU-Hilfsgelder müssen bei Betroffenen ankommen

Wien (OTS/SK) - „Es war absehbar und trotzdem wurde es wieder nicht verhindert: Die Situation der Flüchtlinge in Bosnien und Herzegowina ist in den vergangen Tagen weiter eskaliert. Tausende Schutzsuchende müssen bei Minustemperaturen im Norden Bosniens in wilden Camps, in Ruinen oder Zelten ausharren. Mit dem Brand im Camp Lipa Ende Dezember haben mindestens 900 weitere Menschen ihre ohnehin schlecht ausgestattete Unterkunft verloren. Die provisorisch aufgestellten Armeezelte ohne Strom und fließendes Wasser sind absolut keine menschenwürdige Unterbringung“, kritisiert die SPÖ-Europaabgeordnete Bettina Vollath. ****

Für Vollath ist die zugesagte finanzielle Hilfe der EU in der Höhe von 3,5 Millionen Euro zwar „zweifellos notwendig“, aber in der Vergangenheit habe man bereits gesehen, dass die Gelder bei den Geflüchteten nicht ankommen. „Es braucht eine Kontrolle, was mit den zig Millionen Euro passiert, die bereits an Bosnien und Herzegowina geflossen sind. Denn bei den Hilfsbedürftigen an der Außengrenze ist davon nichts angekommen.“

Zum wiederholten Male wendet sich Vollath gemeinsam mit anderen EU-Abgeordneten in einem Brief an die Verantwortlichen in Bosnien und Herzegowina, die EU-Kommission, den hohen Vertreter für Auswärtige Angelegenheiten sowie an den Ratspräsidenten. „Europa darf die Verantwortung für die mitverursachte Situation nicht länger von sich schieben. Deshalb fordern wir tragfeste Lösungen für die Geflüchteten in Bosnien. Dafür muss die EU sicherstellen, dass die Menschen eine angemessene Unterkunft und den Zugang zu Asylverfahren bekommen“, bekräftigt Vollath. (Schluss) lp

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