„Green Filming“: Kultur, Wirtschaft und Klimaschutz als gemeinsames Ziel

WKÖ-Dumreicher-Ivanceanu: Filmwirtschaft begrüßt Initiative der Kulturstaatssekretärin – Produktionsprämie für Green Producing rasch umsetzen

Wien (OTS) - Österreichische Filmproduktionen werden mit der Einführung von „Green Filming“ in der Filmförderung des Bundes in Zukunft bedeutend zum Schutz des Klimas beitragen. Die Initiative von Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer, dem Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport sowie dem Österreichischen Filminstitut wird vom Fachverband der Film- und Musikwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) begrüßt.

„Klimaschutz und relevante Einsparungen von CO2 sind uns allen ein Anliegen. Wichtig ist dabei, Klimaschutz, Kunstpolitik und Kreativwirtschaft miteinander zu verknüpfen“, sagt Alexander Dumreicher-Ivanceanu, Obmann des Fachverbands der Film- und Musikwirtschaft: „Denn gerade die Filmwirtschaft ist einer der umweltfreundlichen Motoren, um Fortschritte und Innovationen zu erzielen, die sich die Filmförderung auf Bundesebene vorgenommen hat. In den heute präsentierten zukunftsweisenden Maßnahmen sind nachhaltige Umweltschutz-Kriterien und wichtige Qualitätsstandards enthalten."

„Green Filming“ wird in der Produktionskultur verankert

„Der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft wird sich aktiv in die Umsetzung in der Praxis und zum Gelingen von Green Producing in Film und Fernsehen einbringen. Ein ganzheitlicher und vernetzter Ansatz ist genau richtig. Wir werden die internationalen Trends in diesem Bereich beobachten und in unsere Überlegungen miteinbeziehen. Auch eine Koordinierung von Standards und Anforderungen für derartige freiwillige „Green-Producing-Modelle“ auf europäischer Ebene wäre im Sinne von grenzüberschreitender Koproduktionen äußerst wünschenswert. Wir werden auch innerhalb der WKÖ darangehen, die Zuliefer-Branchen entsprechend für dieses Thema zu sensibilisieren“, so Dumreicher-Ivanceanu.

Dazu zählen aus Sicht des Fachverbands folgende Aufgaben:

  • Materielle Anreize und konkrete Einsparungsmöglichkeiten aufzeigen
  • Überzeugende Beispiele, um die Machbarkeit darzustellen, aufbereiten
  • Ein professionelles Informationsangebot zu Best Practice Beispielen für Dienstleister, die Green Filming-Dienste/Produkte anbieten, schaffen
  • Einen Pool an ausgebildeten externen Berater*innen bzw. Evaluierungsstellen, um Engpässe und Monopolstellungen zu vermeiden, aufbauen
  • Maßgeschneiderte Informations- und Weiterbildungsangebote ausarbeiten.

Das Jahr 2021 soll zum Filmjahr in Österreich werden

„Begleitend dazu haben wir die Chance, neben den nationalen Förderungen und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, ein neues ökologisches Finanzierungs-Standbein zu etablieren. An einer Produktionsprämie für Film mit Green Producing-Bonus führt kein Weg vorbei. Wir müssen gerade jetzt einen starken Impuls für Investitionen und Beschäftigung in Österreich setzen. Es gibt dazu zukunftsorientierte Konzepte: Das von uns vorgeschlagene Modell einer Produktionsprämie hat das Ziel, sowohl österreichische als auch internationale Projekte zu finanzieren und gleichzeitig mit einem Grünen Bonus den Umstieg in eine klimafreundliche Produktion zu ermöglichen. Diese Produktionsprämie wäre mit dem Öko-Bonus Europas erstes Anreizmodell, das grünes Produzieren in den Vordergrund stellt“, so Dumreicher-Ivanceanu.

Österreich international als Zugpferd für ökologische Produktion

„Wir zeigen damit auf, wie verantwortungsbewusster Klimaschutz mit einem Mehrwert für den Kunst- und Kulturstandort gelingen und tausende Arbeitsplätze schaffen kann. Die österreichische Filmwirtschaft ist bereit, ihren Beitrag zum „Green Filming“ zu leisten. Wir wollen die Transformation der Filmwirtschaft in klimafreundliche Produktion vorantreiben und Österreich mit seinen international erfolgreichen Kreativen und Filmschaffenden zu einem Vorzeigeland im Bereich Green Producing machen - und der heute bekanntgegebene Schwerpunkt für grünes Produzieren durch das BMKOES und das ÖFI ist dafür ein wichtiger, erster Schritt“, so Dumreicher-Ivanceanu abschließend. (PWK641/HSP)

Rückfragen & Kontakt:

DMC – Data & Media Center
Wirtschaftskammer Österreich
T 0590 900 – 4462
E DMC_PR@wko.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0002