Kultur und Klimaschutz: Einführung von „Green Filming“ in der Bundesfilmförderung

Förderungen für Filmproduktionen von Österreichischem Filminstitut und BMKÖS unterstützen ab 2021 ein Umdenken der Filmbranche in Sachen ökologischer Nachhaltigkeit.

Wien (OTS) - Kunst und Kultur können maßgeblich zum Klimaschutz beitragen, vor allem im Bereich der Filmproduktion besteht Potenzial zu relevanten CO2-Einsparungen. Das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) setzt daher über sein Förder-Portfolio zukünftig Anreize für einen ressourcenbewussten Umgang und implementiert „Green Filming“ als neuen Qualitätsstandard. Das Österreichische Filminstitut (ÖFI) und das BMKÖS fördern ab 2021 auf Basis der Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens „Green Producing in Film und Fernsehen“. Bereits seit Ende 2019 stimmt sich der Bund mit den Förderinstitutionen auf Bundes- und Länderebene sowie dem ORF über die Ausarbeitung möglichst harmonisierter Vorgaben ab.

„Erfreulicherweise gibt es nicht nur international, sondern auch seitens der österreichischen Filmbranche seit einiger Zeit Bestrebungen, ökologischer zu produzieren. Die neue nachhaltige Linie unserer Filmförderung schafft die Basis für eine saubere Zukunft der Filmproduktion in Österreich“, so Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer. „Für mich ist Kulturpolitik auch Klimaschutzpolitik. Mit dieser zukunftsweisenden Maßnahme leisten wir einen wichtigen Beitrag zu den nationalen und europäischen Klimaschutzzielen.“

„Umwelt- und ressourcenschonendes Produzieren von Filmen ist State of the Art einer modernen Filmwirtschaft. Mit den neuen Bestimmungen in unseren Förderrichtlinien setzen wir hier erstmals ein klares Zeichen und unterstützen die Branche auch aktiv beim Know-How-Transfer für nachhaltiges Produzieren“, erklärt Roland Teichmann, Direktor vom Austrian Film Institute.

Seit 2017 besteht das Österreichische Umweltzeichen „Green Producing in Film und Fernsehen“ des Bundesministeriums für Klimaschutz. Gemeinsam mit der Filmwirtschaft wurden die Kriterien in Bereichen wie Energie, Transport oder Abfall in den vergangenen Monaten überarbeitet. Die aktualisierten Kriterien des Umweltzeichens bieten künftig die Basis für ökologische Filmproduktion. Eine Zertifizierung ist möglich, jedoch nicht verpflichtend vorgesehen. Um „Green Filming“ möglichst rasch in der Produktionskultur zu verankern und das nötige Know-how zu vermitteln, werden Weiterbildungsmaßnahmen gezielt gefördert. Etwaige Mehrkosten für die Berücksichtigung der neuen Qualitätsstandards werden grundsätzlich förderfähig sein.

Die Anwendung der Richtlinie wird auch im Bereich der innovativen Filmförderung des BMKÖS ab kommendem Jahr empfohlen.

Mehr Informationen: www.bmkoes.gv.at und www.filminstitut.at/foerderung/green-filming

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Mag. Heike Warmuth
Pressesprecherin der Staatssekretärin für Kunst und Kultur
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