Corona: Umfrage: Österreichs klein- und mittelständische Unternehmen nutzen die Staatshilfen, haben aber massive Sorgen für 2021

Steuerstundungen, AWS/ÖHT-Haftungen bauen sich als Schuldenfalle auf – Erfolgreiche Lösungsmaßnahmen gegen Lockdown

Wien (OTS) - Eine im Zeitraum 09.11. bis 18.11. von den Experten des Beratungsunternehmens „Finanzombudsmann“ (www.finanzombudsmann.at) durchgeführte telefonische Befragung bei 985 österreichischen KMU zeigt, dass sich in Zeiten von Corona viele Unternehmen Staatshilfen in Anspruch nehmen, sich aber 78% der Unternehmen Sorgen über ihre Liquidität/ Zahlungsfähigkeit für das Jahr 2021 machen. Telefonisch befragt wurden 985 Eigentümer und Finanzleiter bei einer Schwankungsbreite von 3 Prozent.

„Finanzombudsmann“ Eigentümer Mag. Gerald Zmuegg: „Österreichs Klein- und Mittelunternehmen nutzen die Staatshilfen, haben aber massive Sorgen für 2021. Stundungen und Kredite bauen sich als Schuldenfalle auf. Unsere Studien haben gezeigt, dass 2021 und 22 bis zu 100.000 österreichische KMU in ihrer Existenz gefährdet sind. Es wird 2021 und wohl auch 2022 nicht ohne staatliche Liquiditätshilfen gehen, damit Österreichs KMU überleben. Prominente Fälle - gerade im Tourismus oder in der Hotellerie wie das Griechenbeisl oder Aida zeigen die Dramatik der Situation. Auch der dritte und weitere drohende Lockdowns werden als Multiplikatoren kommender Insolvenzwellen noch lebensbedrohender für Österreichs KMU“.

Für rund 45% der KMU waren die Kredite auf Basis ÖHT und AWS-Haftung ausschlaggebend, die Zahlungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Noch vor dem Fixkostenzuschuss mit 13% waren die Steuerstundungen mit 21% wichtiger, um die Liquidität zu bewahren. Für Zmuegg ist der Umstand, dass der Fixkostenzuschuss österreichweit betragsmäßig nicht einmal 10% der Kredite mit ÖHT- und AWS-Haftungen, aber auch der Steuerstundungen ausmacht, ein beunruhigendes Indiz, dass hier eine Schuldenfalle für die KMU geschaffen wurde.

Das zeigt auch die Auswertung, wonach 78% der Unternehmen sich besorgt betreffend die Zahlungsfähigkeit zeigen. Diese Fragestellung ist jedoch eine subjektive Wahrnehmung. Wenn konkreter gefragt wurde, ob die Liquidität für einen Monat ausreichend sei, gaben rund 30% keine Antwort. Hier werden nach Ansicht der Experten des Finanzombudsmannes Österreichs Unternehmen im Hinblick auf die steigenden Anforderungen der Banken 2021 hinsichtlich einer Professionalisierung gefordert sein.

Hinsichtlich der Hilfen zeigt die Bedeutung der AWS und ÖHT-Kredite deutlich, dass 45% der Befragten dieses Instrument als Wichtigstes für die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit angeben und rund 24% der Befragten einen neuerlichen Antrag für 2021 planen. Finanzombudsmann Zmuegg: „2021 wird für Österreichs KMU zum Jahr der Entscheidung. Gezielte, schnelle Staatshilfen, ein professionelles Krisenmanagement aller Beteiligten und Liquidität sind das wichtigste Überlebensprogramm für das Rückgrat der heimischen Wirtschaft.

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Finanzombudsmann.at
Mag. Gerald Zmuegg
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zmuegg@finanzombudsmann.at
www.finanzombudsmann.at

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