• 10.12.2020, 10:42:08
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„Agatha Christie – Königin der tausend Morde“: „Universum History“ über die Geheimnisse des Lebens der Krimiautorin

Am 11. Dezember um 23.05 Uhr in ORF 2

Utl.: Am 11. Dezember um 23.05 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Sie ist eine der erfolgreichsten Autorinnen der
Literaturgeschichte: die Schriftstellerin und Krimiautorin Agatha
Christie. Weltweit sollen mehr als zwei Milliarden ihrer Bücher
verkauft worden sein. Sie schuf legendäre Figuren wie Miss Marple und
den Detektiv Hercule Poirot. Die neue „Universum
History“-Dokumentation „Agatha Christie – Königin der tausend Morde“
von Matt Cottingham (ORF-Bearbeitung: Judith Brandner) zeigt am
Freitag, dem 11. Dezember 2020, um 23.05 Uhr in ORF 2 ein Porträt
dieser faszinierenden Frau, das den Geheimnissen des Lebens der
Britin auf den Grund geht.

Nur die Bibel oder die Werke Shakespeares werden häufiger gelesen als
die Krimis von Agatha Christie. Wer kennt sie nicht, ihre wichtigsten
Charaktere? Miss Marple, die etwas schrullige alte Dame, die mit dem
Pfarrer Tee trinkt und sich gerne als scharfsinnige Amateurdetektivin
betätigt, oder den eleganten Detektiv Hercule Poirot mit dem
gezwirbelten Schnurrbart. Wer aber war die Person Agatha Christie?

Obwohl sie als die Königin der Wohlfühlkrimis gilt, war sie selbst
alles andere als einfach gestrickt. Sie war scheu und zurückhaltend,
hatte oft düstere Gedanken, durchlebte mehrere unglückliche Phasen.
Dies alles inspirierte ihr Schreiben. Agatha Christie wurde am 15.
September 1890 in der südenglischen Stadt Torquay geboren. Sie
stammte aus ursprünglich wohlhabendem Haus und wurde fast nur von der
Mutter zu Hause unterrichtet. Später geriet die Familie in
finanzielle Schwierigkeiten, der Vater starb früh. Einsamkeit und
Isolierung in der Kindheit kurbelten die Fantasie der jungen Agatha
Christie an. Während des Ersten Weltkriegs arbeitete sie als
Krankenschwester und in einer Apotheke als Arzneimittelbestellerin,
lernte den Schrecken der Schlachtfelder kennen, aber auch die
Segnungen der modernen Medizin – und sie befasste sich mit Gift.

Das Scheitern ihrer ersten Ehe, fast zeitgleich mit dem Tod ihrer
Mutter, versetzte ihr einen schweren Schlag und stürzte sie in
Verzweiflung. Und dann verschwand sie eines Tages plötzlich. Eine
grandiose Inszenierung, die sie in die Schlagzeilen brachte und ganz
England um sie bangen ließ. Um sich von den Tiefschlägen zu erholen,
entschied sie sich Ende der 1920er Jahre zu einer ausgedehnten Reise
in den Nahen Osten und reiste mit dem Orient-Express nach Bagdad.
Diese Reise sollte ihr Leben entscheidend verändern. Im Nahen Osten
fand sie eine neue Liebe – unter Archäologen, bei den alten
Ausgrabungsstätten. Von da an ging es rasant aufwärts. Ihr Schreiben
wurde vom Hobby zu einem ernsthaften Beruf. Der Zweite Weltkrieg
schließlich machte ihr die eigene Sterblichkeit bewusst und trieb sie
zu geradezu besessenem Schreiben an – sie publizierte drei bis vier
Bücher pro Jahr.

In der Dokumentation „Agatha Christie – Königin der tausend Morde“
kommen Mitglieder ihrer Familie zu Wort, sowie Experten und
Expertinnen, die die ihr Werk am besten kennen. Einblicke in ihr
persönliches Archiv mit Briefen, Manuskripten und 73 akribisch
geführten Notizbüchern zeigen, wie die erfolgreichste Krimiautorin
der Welt gearbeitet hat, wie unglaublich geschickt sie die
Handlungsfäden ihrer Geschichten verwoben und versponnen hat.

Agatha Christie schrieb 66 Romane, zahlreiche Kurzgeschichten, zwei
Autobiografien, mehrere Lyrikbände und 23 Bühnenstücke. Diese wurden
für fünf Hörspiele, 22 Kinofilme, 76 Fernsehfilme, 19
Zeichentrickfilme sowie einige Computerspiele adaptiert. Sie starb am
12. Jänner 1976 in Wallingford/Oxfordshire.

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