Jüdische österreichische Hochschüler:innen (JöH) installieren Menschenrechtserklärung vor dem Eingang der Chinesischen Botschaft

Aktion findet am Tag der Menschenrechte weltweit in über 25 Städten gleichzeitig statt, um Menschenrechtsverletzungen gegen die Uyghur:innen zu thematisieren

Wien (OTS) - Jüdische Aktivist:innen haben sich weltweit in mehr als 25 Städten zusammengeschlossen, um auf den Genozid an den Uighur*innen aufmerksam zu machen. Organisiert wird der bislang größte Aktionstag zum Thema von der Kampagne “Never Again, Right Now!” (NARN), der European Union of Jewish Students (EUJS) und der Jüdischen Studierendenunion Deutschland (JSUD). In Österreich sind Aktivist:innen der Jüdischen österreichischen Hochschüler:innen für die Organisation dieser Aktion federführend verantwortlich. Die Aktion findet 72 Jahre nach Annahme der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte auf drei Kontinenten, in 20 Ländern und über 25 Städten von Österreich, über Finnland und Israel bis hin zu den USA gleichzeitig statt. Dabei befestigen Aktivisten:innen riesige Plakate mit Auszügen aus der Menschenrechtsdeklaration vor den Eingängen der Chinesischen Botschaften, und Konsulaten, um zu zeigen, wie die Volksrepublik China die Menschenrechte wortwörtlich mit Füßen tritt.

Mit der Aktion wird der Druck auf die politisch Verantwortlichen erhöht und Jüdische Solidarität mit den Uyghur:innen demonstriert, welche als Minderheit in der chinesischen Region Xinjiang verfolgt und in Konzentrationslager gesperrt werden, wo sie Zwangsarbeit verrichten müssen. Zahlreiche Menschenrechtsorganisationen berichten von Folter und Zwangssterilisationen.

Bini Guttmann, Präsident der EUJS und Mitbegründer der NARN-Kampagne, stellt klar: “Es gibt keine Entschuldigung dafür, im Angesicht von Unterdrückung und Verfolgung zu schweigen. Als junge jüdische Aktivist:innen ist unsere Geschichte von Völkermord, Hass und Diskriminierung geprägt. ‚Niemals wieder’ ist nicht nur ein Aufruf zur Erinnerung, sondern ein Aufruf zum Handeln und zum Widerstand.”

Sashi Turkof, Ko-Präsidentin der JÖH, fordert: “Wir müssen dort hinschauen, wohin niemand anderes hinschaut. Wir müssen diejenigen sein, die Ungerechtigkeit aufzeigen und für diejenigen kämpfen, die Opfer von Unterdrückung und Ungerechtigkeit sind.”

Hochauflösende Fotos und Videos der Aktion auf Anfrage oder via DROPBOXLINK

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