NEOS zu TIMSS-Bildungsstudie: Wir dürfen kein Kind zurücklassen

Künsberg: „Schon vor Corona gab es keine Bildungsgerechtigkeit. Umso dringender müssen wir uns jetzt um sozial benachteiligte Kinder kümmern. Worthülsen genügen nicht!“

Wien (OTS) - Alarmiert reagiert NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre auf die heute veröffentlichte TIMSS-Studie. „Es ist erfreulich, dass die teilnehmenden Volksschülerinnen und Volksschüler 2019 in Mathematik deutlich besser abgeschnitten haben als bei der letzten Studie im Jahr 2011. Im Gegenzug haben aber die naturwissenschaftlichen Kompetenzen der Kinder deutlich nachgelassen. Und das erschreckendste Ergebnis: In Sachen Bildungsgerechtigkeit hat sich null getan. Sozial benachteiligte Kinder sind nach wie vor komplett abgehängt. Schöne Worte der Bundesregierung genügen hier nicht.“

Künsberg Sarre betont, dass die Studie noch vor der Corona-Pandemie durchgeführt wurde. „Und bereits da zeigt sich, dass der Erfolg der Kinder in allererster Linie vom Bildungshintergrund und sozioökonomischen Status ihrer Eltern abhängt. Volksschulkinder, deren Eltern maximal Pflichtschulabschluss aufweisen, erzielen in Mathematik 78 Punkte und in Naturwissenschaft sogar 110 Punkte weniger als Volksschulkinder mit Akademiker-Eltern. Das zeigt, dass der schulische Erfolg maßgeblich davon abhängt, was außerhalb der Schule passiert - man muss also davon ausgehen, dass die jetzige Corona-Situation, in der Bildung mit ,Home-Schooling’ ins Private verdrängt wird, den ohnehin bereits eklatanten Rückstand für benachteiligte soziale Schichten noch weiter verschärft. Dabei dürfen wir nicht länger zusehen. Ich wiederhole mich gerne und immer wieder, solange es notwendig ist: Wir dürfen kein Kind zurücklassen.“

Künsberg Sarre fordert daher erneut ein 450 Millionen schweres Corona-Soforthilfepaket für die Bildung. „Die beiden Lockdowns haben bereits viele Bildungschancen vernichtet. Genauso wie für die Wirtschaft und den Tourismus braucht es daher auch ein ,Rettungspaket’ für die Bildung. Wann begreift die Regierung endlich, dass sie dringend Geld in die Hand nehmen muss, um damit etwa Förderstunden, Lernangebote in den Ferien oder auch eine erhöhte Lehrstellenförderung für Unternehmen zu finanzieren. Österreich nimmt in der Corona-Krise rund 50 Milliarden Euro an neuen Schulden auf - für Bildung haben ÖVP und Grüne bisher leider genau null Euro zusätzlich budgetiert. Es ist aber nur fair, auch jene Generation zu unterstützen, die die Corona-Schulden zurückzahlen muss.“

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