Kocevar/Pfister: Konkrete Arbeitsmarktmaßnahmen dringend notwendig

Aktiv gegen die Krise vorgehen – Standort stärken, Arbeitsplätze sichern, Ausbildungsoffensive vorantreiben

St. Pölten (OTS) - „Die Arbeitslosenzahlen befinden sich auf einem erschreckend hohen Niveau, 59.582 Menschen waren in Niederösterreich im November ohne Job. Aufgrund des neuerlichen Lockdowns, der wegen der Untätigkeit und dem Versagen der Bundesregierung notwendig wurde, steigt die Arbeitslosigkeit wieder massiv an. Ohne eine aktive Arbeitsmarktpolitik und konkrete Beschäftigungsmaßnahmen droht sich diese prekäre Situation noch weiter zu verschlimmern“, warnen SPÖ NÖ Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar und LAbg. René Pfister angesichts der düsteren Lage am niederösterreichischen Arbeitsmarkt.

Die Erholung der Wirtschaft ist unmittelbar an den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie gebunden, hier ist die öffentliche Hand gefordert stabilisierend einzugreifen und für ökonomische Sicherheit zu sorgen. „Eine Beteiligungsgesellschaft des Landes Niederösterreich nach Wiener Vorbild wäre ein wichtiger Schritt, um den niederösterreichischen Wirtschaftsstandort zu stärken“, fordert Kocevar: „Weg von stillen Beteiligungen und reinen Förderungen, hin zu echten Beteiligungen bei Unternehmen mit regionaler und überregionaler Bedeutung – vor allem bei Unternehmen zur Sicherung der Basisversorgung.“

Eine weitere konkrete Maßnahme, um Arbeitsplätze abzusichern und Klein- und Mittelbetriebe zu stärken ist die Einführung eines Handwerkerbonus: „Durch die Förderung bei Instandhaltungsmaßnahmen durch Handwerksbetriebe werden Haushalte entlastet, die Auftragslage für Unternehmen angekurbelt und Jobs bleiben erhalten“, verweist Kocevar auf die Notwendigkeit einer aktiven Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik.

„Um vor allem jungen Menschen eine Zukunftsperspektive bieten zu können, brauchen wir eine Verstärkung des Lehrstellenangebots. Ansonsten droht die Gefahr eine ganze Generation zu verlieren“, zeigt sich Pfister besorgt: „Wir brauchen eine Lehrstellengarantie der öffentlichen Hand, sprich eine Aufstockung der Lehrstellen bei Dienststellen der öffentlichen Hand und staatsnahen Betrieben, sowie Wiedereinführung der Ausbildungsgarantie bis 25 Jahre. Des Weiteren benötigt es die Schaffung eines ‚Corona-Not-Ausbildungsfonds‘ zur Unterstützung von Betrieben, die trotz COVID-19-bedingten wirtschaftlichen Schwierigkeiten Lehrlinge ausbilden wollen. So geben wir jungen Menschen die Chance auf eine erfolgreiche Zukunft und setzen einen wichtigen Schritt gegen den Fachkräftemangel.“

„Die Zeit drängt! Statt den Auswirkungen der Coronakrise hinterherzuhinken, müssen wir vorausschauend handeln und planen. Die Entwicklung unserer sozialen Sicherheit, unseres Wohlstandes und unserer Wirtschaft ist abhängig von den Schritten, die wir jetzt setzen. Zögerlichkeit, machtpolitisches Kalkül und Klientelpolitik sind fehl am Platz, es geht hier um nichts Geringeres als die Zukunft der Menschen in unserem Land“, mahnen Kocevar und Pfister ein, der aktuellen Krise mit der erforderlichen Konsequenz zu entgegnen.

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