ORF-„matinee“ am Feiertag: Balletturaufführung „Mahler, live“, Porträt „Maximilian Schell – Ein sehnsüchtiger Rebell“

Am 8. Dezember ab 9.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Der neuerliche Lockdown führte bereits zur zweiten Absage der Ballettpremiere von Martin Schläpfers Uraufführung „4“ zu Gustav Mahlers vierter Symphonie für das Wiener Staatsballett. Exklusiv für das Fernsehpublikum haben ORF und UNITEL dennoch die Bühnenaufzeichnung in der Wiener Staatsoper gewagt, und so findet die Uraufführung des neuen Ballettchefs als TV-Premiere nun in der „matinee“ am Feiertag, Dienstag, dem 8. Dezember 2020, um 9.05 Uhr in ORF2 unter dem Titel „Mahler, live“ statt. Anschließend gedenkt das Filmporträt „Maximilian Schell – Ein sehnsüchtiger Rebell“ des vielseitigen Bühnen- und Filmstars, der im Dezember 2020 seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte. Teresa Vogl begleitet durch den ORF-Kulturvormittag.

„Mahler, live“ (9.05 Uhr)

Mit der Premiere „Mahler, live“ stellt sich Martin Schläpfer nicht nur als neuer Direktor des Wiener Staatsballetts, sondern auch als Choreograf vor: Zu Gustav Mahlers vierter Symphonie entwirft er sein erstes Werk für sein neues Ensemble und legt mit dessen Uraufführung unter dem Titel „4“ – nach der Neueinstudierung von Hans van Manens legendärer Choreografie „Live“ zur 7. Symphonie – an der Wiener Staatsoper ein weiteres Mahler-Ballett vor.
Die Faszination für die Musik Gustav Mahlers mit ihren Klangwelten auf der Schwelle zwischen Romantik und Moderne, mit all ihren Brüchen, begleitet Martin Schläpfer seit jungen Jahren. Sie ist prägend in seiner Karriere als Tänzer und lässt ihn auch in seiner Tätigkeit als Choreograf nicht wieder los. Eine kurze Einführung vor dem Ballett, gestaltet von Markus Greussing, ermöglicht dem ORF-Publikum in den Bewegungskosmos und in die höchst interessante Gedankenwelt von Martin Schläpfer einzutauchen.
Unter der Bildregie von Myriam Hoyer kommen bei der am 4. Dezember aufgezeichneten Produktion insgesamt neun Kameras zum Einsatz, die aufgrund des fehlenden Publikums im Zuschauerraum bühnennahe Positionen erlauben und besondere Blickwinkel auf das Geschehen eröffnen.
Den ersten Teil des an der Staatsoper gezeigten Ballettabends „Mahler, live“ mit Hans van Manens Choreografie „Live“ hat ORF 2 für eine spätere Ausstrahlung aufgezeichnet.

„Maximilian Schell – Ein sehnsüchtiger Rebell“ (10.20 Uhr)

Maximilian Schell war eine ungewöhnliche Erscheinung im internationalen Kino, Theater und Fernsehen. Er spielte, moderierte, inszenierte, und richtete Opern ein. Der aus einer Künstlerfamilie stammende Schauspieler, der noch unter der Regie von Theaterlegende Gustaf Gründgens gespielt hatte, galt als Rebell, der gegen den Strom schwamm und das deutsche Nachkriegskino in unbequemen, gesellschaftskritischen Filmen belebte. Insgesamt sechsmal wurde er für den Oscar nominiert: Dreimal als Regisseur und weitere dreimal als Schauspieler. Einen Academy Award als bester Schauspieler erhielt er für seine Darstellung des Verteidigers in dem Film „Das Urteil von Nürnberg“. Damit war Schell 1962 der erste deutschsprachige Oscar-Gewinner seit dem Zweiten Weltkrieg – und plötzlich berühmt. Der „kleine Bruder“ der weltbekannten Schauspielerin Maria Schell stand im internationalen Rampenlicht und blieb dort bis zuletzt ein Fixstern.
Zeit seines Lebens hatte der Österreicher, der auch einen Schweizer Pass besaß, immer einen Ankerpunkt: Die Familie und die Alm in Kärnten, die schon dem Urgroßvater seiner Mutter gehört hatte. Hier lebte er und hier entstand auch das von Sissi Isabelle Hüetlin und Franziska Kramer gestaltete einfühlsame Porträt eines leidenschaftlichen Mannes, vor dessen Wirken sich Publikum wie Kollegen verneigen.

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