„Dok 1“ in der Corona-Krise: „Kind und Job – wie schafft ihr das?“

Mariella Gittler wagt einen Querschnitt durch Österreichs Familien

Wien (OTS) - Elternsein bedeutet für viele Erfüllung, die jedoch gleichzeitig harte Arbeit und schlechtere Chancen im Beruf mit sich bringt. Aber muss die berufstätige Frau mit der Geburt des ersten Kindes in Muster der 1950er Jahre zurückfallen? Wie lebt es sich in ganz unterschiedlichen Familienkonstellationen? „Dok 1: Kind und Job – wie schafft ihr das?“ fragt am Mittwoch, dem 9. Dezember 2020, um 20.15 Uhr in ORF 1, wie Mütter und Väter diesen Spagat bewältigen und welche Rolle Arbeitgeber spielen – generell, aber insbesondere seit Ausbruch der Corona-Krise.

Dok 1: Kind und Job – wie schafft ihr das?

Sind Kinder heutzutage überhaupt noch leistbar? Familie, Schulangelegenheiten und Haushalt schupfen, daneben einen Teil- oder Vollzeitjob ausüben – ein Szenario, das die Pandemie mit sich gebracht hat. Rolle rückwärts bei der Gleichberechtigung, denn die Maßnahmen in der Krise drängen in erster Linie Frauen in alte Rollenmuster zurück. Und so kommt es, dass die Frage nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den meisten Fällen vor allem aus Sicht der Mütter diskutiert wird. Doch auch die Männer haben es nicht einfach – kaum ein Vater geht derzeit nach der Geburt seines Kindes in Teilzeit oder gar Karenz. Wie können Papas es schaffen, Job und Kindern gleichermaßen gerecht zu werden? Und in welcher Weise sind Betriebe Teil einer Antwort – wer unterstützt, wer blockiert?

Mariella Gittler besucht dafür Mütter und Väter, die die Schwachstellen des Systems aufzeigen. Von einer Frau mit dem Lebensziel Familie, die jetzt mit Elternteilzeit und Muttersein kämpft, über eine Alleinerzieherin, die ihre Verantwortung an niemanden abgeben kann und eine Großfamilie, die mit bald neun Kindern ihr Leben meistert, bis hin zu einer Frau, die sich bewusst gegen Kinder entschieden hat. Wie lässt es sich in diesen unterschiedlichen Konstellationen leben und wie gut funktioniert der Alltag? Und wie ergeht es Vätern, die sich doch für eine Karenz entscheiden? Immerhin gibt es immer mehr Männer, die nicht nur ein Wochenend-Papa sein wollen. Die Vereinbarkeit von Kindern und Arbeit ist bekanntlich eine Herausforderung – doch stellt sie sich Männern in gleichem Ausmaß wie Frauen?

Viele dieser Fragen können Expertinnen und Experten beantworten, darunter Katharina Mader von der Wirtschaftsuniversität Wien, die eine Studie zur unbezahlten Arbeit in der Corona-Krise durchgeführt hat – mit ernüchterndem Ergebnis. Universitätsprofessor Thomas Schneidhofer, der sich mit Karrieren von Frauen wie auch Männern beschäftigt, zeichnet ein düsteres Bild, was die Zukunft der Gleichberechtigung angeht. Historikerin Verena Florian hingegen plädiert für mehr Mut seitens der Frauen.

In Sachen Gleichberechtigung ist Schweden großes Vorbild bei partnerschaftlicher Arbeitsteilung. Die Art der dort gelebten Gleichstellung wäre auch hierzulande ein erstrebenswertes Ziel. „Dok 1“ zieht einen Vergleich und trifft dazu ein schwedisch-österreichisches Pärchen, in deren Beziehung sie Gleichberechtigung nach schwedischem Modell forderte, die ihr österreichischer Partner so nicht kannte. Was kann Österreich vom schwedischen Modell lernen?

Fest steht, dass Familien weniger Druck durch gesellschaftliche Erwartungen, dafür viel mehr Unterstützung und Empathie guttäte. Doch die Umsetzung dieses Ideals ist alles andere als einfach, denn selten wird in der Hektik des alltäglichen Wahnsinns pausiert und gefragt:
Wie geht es uns allen eigentlich wirklich? „Dok 1“ wagt in dieser neuen Ausgabe einen Querschnitt durch Österreichs Familien.

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