FPÖ – Schnedlitz: EU-Regelungen schwächen Österreichs Bauern

Irre Preisschlacht auf dem Rücken regionaler Lebensmittel - 1000 Kilogramm Grundnahrungsmittel sind mittlerweile weniger wert als ein Polo-Shirt!

Wien (OTS) - „Die Möglichkeiten innerhalb der EU, Preisdumping bei Lebensmittel zu betreiben, scheinen schier grenzenlos. So werden etwa Kälber vom Geburtsland nach Polen oder Rumänien zur Mast verfrachtet, um sie danach in Südeuropa zu schlachten und das Billigfleisch dann im vierten Land, in Österreich, zu importieren. Da spielen Herkunftsbezeichnungen und eine CO2-Bilanz keine Rolle mehr. Was schlussendlich auf unseren Tischen als Schnitzel landet hat halb Europa gesehen“, erklärte der freiheitliche Generalsekretär NAbg. Michael Schnedlitz, der selbst auf einem Bergbauernhof aufgewachsen ist.

„Die so produzierten billigen Lebensmittel konterkarieren jeglichen Trend zu gesunden, regionalen Produkten. Denn preislich können diese nicht mithalten und die Mogelpackung rund um die Lebensmittel-Kennzeichnungen verschlimmert das Problem in vielen Fällen noch. Die Europäische Union ermöglicht mit den mehr als liberalen Bestimmungen einen Preisdruck, dem unsere Landwirte einfach nicht mehr standhalten können. Unsere Bauern werden dadurch, um zu überleben, in eine unfassbare Abhängigkeit von Förderungen getrieben, die kein Bauer freiwillig haben will“, so Schnedlitz.

„Besonders offensichtlich und erschütternd zeigt sich der Preiskampf etwa bei österreichischen Erdäpfeln. Der Bauer erhält für eine Tonne frische Kartoffeln gerade einmal rund 70 Euro – das sind sieben Cent für ein Kilogramm. Dass ein Marken Polo-Shirt soviel kostet, wie ein Bauer für 1000 Kilogramm Grundnahrungsmittel erhält, ist geisteskrank! Diese Probleme treten aber auch bei tierischen Produkten zu Tage“, betonte Schnedlitz, der ein Umdenken bei Billigimporten und faire Preise für die heimische Landwirtschaft und deren Produkte fordert. „Auch wenn es dazu zu einem Umdenken innerhalb der EU kommen muss. Wir müssen handeln! Das hilft dann unseren Bauern und den Konsumenten“, so Schnedlitz abschließend.

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