Kira Grünberg: Ich wünschte, jeder Tag wäre ein 3. Dezember

Hinweis auf MNS-Ausnahmeregelung für Menschen mit Behinderung

Wien (OTS) - „Ich wünschte, jeder Tag wäre ein 3. Dezember! Die mediale und öffentliche Aufmerksamkeit, die Menschen mit Behinderung an diesem heutigen Tag – dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen – zukommt, würde ich mir für jeden einzelnen Tag wünschen“, so die ÖVP-Bereichssprecherin für Menschen mit Behinderung, Abg. Kira Grünberg, anlässlich des heutigen Aktionstages.

Die Corona-Pandemie ist auf unterschiedliche Art für jede und jeden von uns extrem herausfordernd und kräftezehrend. Ein Stück mehr noch trifft das auf Menschen mit Behinderung zu, die auf die permanente und körpernahe Hilfe anderer angewiesen sind, ihre fixen Bezugspersonen täglich brauchen oder in betreuten Wohneinrichtungen leben und aufgrund von Corona beispielsweise nicht hinausgehen oder keinen Besuch empfangen dürfen. „Wir dürfen nicht vergessen, dass viele von ihnen nicht selbstständig telefonieren oder Nachrichten tippen können, so wie wir das in Zeiten des Abstandhaltens ganz selbstverständlich tun. Das damit einhergehende Gefühl, von der Welt vergessen worden zu sein, schlägt somit umso mehr aufs Gemüt und in Folge auf die Gesundheit“, schildert Grünberg ihre Gespräche mit Betroffenen.

Grünberg weiter: „Niemanden zurückzulassen gilt umso mehr in Krisenzeiten. Die Gelegenheit möchte ich nutzen, um an das Verständnis und die Toleranz aller zu appellieren. Es ist bestürzend, wie manche aus Unwissenheit auf Menschen mit Behinderung reagieren und sich ihnen gegenüber verhalten“.

Grünberg spricht die Tatsache an, dass Menschen mit Behinderung, denen aus gesundheitlichen Gründen das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes (MNS) nicht zumutbar ist, per Attest von dieser Verpflichtung befreit werden können. Da dieses Faktum in der Öffentlichkeit offenbar wenig bekannt ist, kommt es immer wieder vor, dass Betroffenen der Zutritt verwehrt wird oder sie beschimpft werden, weil sie keinen MNS tragen.

Seit die durchsichtigen Gesichtsschilde als alternativer Mund-Nasen-Schutz nicht mehr erlaubt sind, gilt die Ausnahme des Maskentragens auch für gehörlose und schwer hörbehinderte Personen sowie deren Kommunikationspartner/innen in der Kommunikationssituation. Als Beleg gilt der Behindertenpass mit der entsprechenden Zusatzeintragung. Für viele gehörlose und hörbeeinträchtige Menschen ist ein Gespräch nur möglich, wenn sie Gesichtsausdruck und Lippenbewegungen ihres Gegenübers sehen können.

Der „Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen“ ist ein von den Vereinten Nationen ausgerufener jährlicher Aktionstag am 3. Dezember. Der Tag soll die Öffentlichkeit für die Herausforderungen und Schwierigkeiten dieser Bevölkerungsgruppe wachhalten. Das Parlament beteiligt sich an der diesbezüglichen #PurpleLightUp Kampagne, indem es lila beleuchtet wird.

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