Nicht genügend, Herr Minister Faßmann!

LehrerInnen und SchulleiterInnen sind enttäuscht, dass ihre Erwartungen zum Lockdown-Ende nicht erfüllt worden sind.

Wien (OTS) - "Die Gleichgültigkeit von Minister Faßmann gegenüber den LehrerInnen und SchulleiterInnen ist skandalös. Die Schulen haben zum wiederholten Male keine Informationen vor der heutigen Pressekonferenz erhalten. Und das, was wir zu hören bekamen, entsprach nicht unseren Forderungen und Erwartungen", klagt Thomas Bulant, Gewerkschafter und Pflichtschullehrer. "Kein Wort zu schulautonomen Plänen für einen Schichtbetrieb. Nichts zum Schutz schwangerer oder älterer KollegInnen. Nichts zum Umgang mit Deutschförderklassen und Betreuungsgruppen, wo es zur Vermischung von Kindern verschiedener Klassen kommt. Nichts zum Unterricht im sonder- und heilpädagogischen Bereich, wo die Distanzregeln nicht eingehalten werden können."

Bulant wirft Faßmann und seinem Regierungschef ungenügende Vorbereitungen für den Schulstart am 7. Dezember vor. Für eine Verdünnung fehle es an Schulraum und Personalressourcen. Bisher seien für Corona bedingte pädagogische Maßnahmen 0,0 zusätzliche Dienstposten den Pflichtschulen zur Verfügung gestellt worden. "Die Schulen müssen weiterhin mit Eltern und Kindern alles alleine stemmen und werden dabei noch von dieser Regierung behindert. Selbst fertige Schichtbetriebs-Konzepte in den Schulen können nun gekübelt werden", zeigt Bulant auf. "Ein überdachtes Regierungskonzept ist weit und breit nicht zu erkennen. Während Oberstufenklassen im Home Schooling verbleiben, muss der Präsenzunterricht mit 15- bis 17-Jährigen in den Polytechnischen Schulen erfolgen. Wo ist da der epidemiologische Unterschied? Unsere Beurteilung Ihrer Leistung, solange Sie auf unsere Forderungen nicht eingehen: Nicht genügend."

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MMag. Dr. Thomas Bulant
FSG-Vorsitzender in der Gewerkschaft der PflichtschullehrerInnen
Mail: thomas.bulant@apsfsg.at
Mobil: +4369919413999

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