OeAD: Drei Millionen Euro für zehn digitale Innovationsprojekte

Zusätzliche Mittel für innovative Erasmus+ Hochschulprojekte stärken den Bildungsstandort Österreich.

Wien (OTS) - Digitalisierung ist eines der großen Themen für die Zukunft der europäischen und internationalen Hochschulzusammenarbeit. Gleichzeitig ist das Interesse der österreichischen Bildungsinstitutionen an der Internationalisierung ungebrochen. Die Europäische Kommission hat auf die Herausforderung durch COVID-19 reagiert und zusätzliche Fördermittel für Erasmus+ Projekte zum Thema „Digitale Bildung“ zur Verfügung gestellt. Mit dem zusätzlichen Aufruf ergeben sich vielfältige Chancen, um Bildungs- und Ausbildungssysteme auf die Verlagerung auf Online- und Fernunterricht vorzubereiten. Auch können Bildungseinrichtungen mit Erasmus+ Projekten europaweit gerade jetzt und vor allem in ihren Digitalisierungsbestrebungen voneinander lernen.

„Digitalisierung ist ein wesentliches Instrument, um die derzeitigen Herausforderungen zu bewältigen. Die zusätzlichen Mittel können gezielt verwendet werden, um in neue kreative Digitalisierungsprojekte zu investieren,“ betont Bildungs- und Wissenschaftsminister Heinz Faßmann.

In Österreich hat der Aufruf großes Interesse ausgelöst, es wurden 46 Projektanträge eingereicht, darunter 22 von Hochschulen. Mit den dafür vorgesehenen EU-Fördermittel (680.000 Euro) für die Hochschulbildung könnte man allerdings nur eine geringe Zahl von Projekten fördern. Da Digitalisierung ein großer Schwerpunkt im künftigen Erasmus-Programm ab 2021 ist, hat der OeAD zusätzliche 3 Millionen Euro freigemacht, um möglichst viele förderwürdige Projekte zu unterstützen:

„Der OeAD wird zusätzliche 3 Millionen Euro aus den Mobilitätsförderungsmitteln umschichten, um etwa zehn zusätzliche digitale Innovationsprojekte zu fördern. Damit wollen wir den Ausbau und die Weiterentwicklung von Digitalisierung an Österreichs Hochschulen weiter stark fördern, wie es auch in der Hochschulmobilitätsstrategie des BMBWF vorgesehen ist,“ erklärt OeAD-Geschäftsführer Jakob Calice.

Das Interesse an dem Aufruf reflektiert den hohen Bedarf an den Hochschulen: Inhaltlich spannt sich der Themenbogen von der Entwicklung neuer Lehr- und Lernmodule über interaktive Lehr- und Lernplattformen, bis hin zu neuen Evaluierungsformaten und der Entwicklung von Handbüchern, die eine rasche Umstellung von Präsenz auf Online-Lehre gewährleisten sollen. Alle potenziellen Projekte werden durch Konsortien, bestehend aus mindestens drei internationalen Partnern, durchgeführt. Viele der Anträge haben, neben der durch die Kommission vorgegebenen Priorität „Innovative practices in a digital era“, das Thema „Inklusive Bildung“ aufgegriffen. Damit setzten sie auch auf den zweiten Schwerpunkt „Inklusion“ der neuen Erasmus+ Programmgeneration. Derzeit läuft das Evaluierungsverfahren der Projekte. Der Auswahlbeschluss wird für Mitte Jänner 2021 erwartet.

Erasmus+ Bildung in Österreich

Verantwortlich für die Umsetzung von „Erasmus+ Bildung“ in Österreich ist der OeAD als nationale Agentur im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) und der Europäischen Kommission.

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