Strasser/Weber: Dienstrecht der land- und forstwirtschaftlichen Landeslehrpersonen wird an berufsbildendes Schulwesen angeglichen

Bestehende Ressourcen nützen

Wien (OTS) - Für Landeslehrpersonen und Landesvertragslehrpersonen an land- und forstwirtschaftlichen Schulen wird nun die wichtige Möglichkeit geschaffen, sich beruflich weiterzuentwickeln und ihre Erfahrung an den Schulen bestmöglich einzusetzen, zeigten sich heute, Dienstag, ÖVP-Landwirtschaftssprecher Bauernbundpräsident Abg. DI Georg Strasser und Ing. Johann Weber anlässlich der heutigen Sitzung des Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft über die geplante Änderung des land-und forstwirtschaftlichen Landeslehrer-Dienstrechtsgesetzes und des land-und forstwirtschaftlichen Landesvertragslehrpersonengesetzes erfreut.

Hintergrund: Im land- und forstwirtschaftlichen Landesschulbereich gibt es bis dato im "Altrecht" die Leitungsfunktionen Abteilungsvorstehung sowie verwaltungsmäßige Unterstützung und Vertretung der Schulleitung nicht. Mit einer Dienstrechts-Novelle wurden vor einigen Jahren diese Leitungsfunktionen auch für land- und forstwirtschaftliche Landesvertragslehrpersonen im pd (Pädagogischer Dienst)-Schema eingeführt. Nun sollen daher jene Leitungsstrukturen, welche für das neue Entlohnungsschema gelten, auch für beamtete Lehrpersonen und Vertragslehrpersonen des bestehenden Entlohnungsschemas festgelegt werden.

Konkret sollen sich alle Landeslehrpersonen der derzeit bestehenden Entlohnungsschemata für Leitungsfunktionen bewerben können. „Dies bedeutet, dass bestehende Ressourcen genützt werden können, da diese Lehrpersonen ausreichend Erfahrung mitbringen“, so Strasser. Eingeführt werden die Leitungsfunktionen des mittleren Managements: „Abteilungsvorstehung“ sowie „verwaltungsmäßige Unterstützung und Vertretung der Schulleitung“.

Damit werde unter anderem auch auf eine Empfehlung des Rechnungshofs eingegangen, unterstrich Weber. Weiters erfolge damit eine Angleichung der Dienstrechte der land- und forstwirtschaftlichen Landeslehrpersonen an jene der Lehrpersonen des sonstigen berufsbildenden Schulwesens. Für die land- und forstwirtschaftlichen Berufsschulen wird die Vergütung bereits ab der ersten Vertretungsstunde pro Woche in Zukunft zustehen.

Strasser ging zudem anlässlich des Hearings „Klimafitter Wald“ auf die Probleme im Wald ein: „Wälder reagieren auf Änderungen ihrer Umwelt relativ langsam. Das macht sie im Klimawandel anfällig für Schäden und Krankheiten. Bäume, die heute gepflanzt werden, sind bis zu ihrer Nutzung starken Veränderungen ausgesetzt. Daher ist es entscheidend, Wälder aktiv zu bewirtschaften und anzupassen“, stellte er fest. Er verwies auf den Waldfonds und dankte in diesem Zusammenhang Bundesministerin Elisabeth Köstinger für „eines der größten Hilfspakete der letzten Jahre für Österreichs Wälder“.

Der Klimawandel bringe höhere Temperaturen, längere Trockenperioden, Extremwetterereignisse wie Stürme und Kalamitäten (z.B. Massenvermehrung von Borkenkäfern) mit sich. „Es wurden daher vielfältige Maßnahmen getroffen, um die Waldbewirtschafterinnen und Waldbewirtschafter zu unterstützen.“ Vor allem durch den mit 350 Millionen Euro dotierten Waldfonds gebe es umfangreiche Hilfen, hob Strasser beispielweise Maßnahmen zur Regulierung der Baumartenzusammensetzung zur Entwicklung klimafitter Wälder, Forschungsmaßnahmen zum Thema „klimafitte Wälder“ oder auch Biodiversitätsmaßnahmen wie den Ausbau des Naturwaldreservate-Netzes hervor. Der Fonds ermögliche wichtige Investitionen in die Forschung und Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität im Wald“, so der Mandatar abschließend.

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