NEOS fordern klaren Plan für eine sichere Schulöffnung

Künsberg Sarre: „Es darf nicht dazu kommen, dass Oberstufen-Schülerinnen und -Schüler von Ende Oktober bis Anfang Jänner kein einziges Mal Präsenzunterricht hatten.“

Wien (OTS) - Alarmiert wegen widersprüchlicher Aussagen der Regierung erneuert Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre die Forderungen der NEOS zur Schulöffnung. „Kanzler Kurz spricht schon seit Tagen davon, dass es nach dem Lockdown nur ,vorsichtige Öffnungsschritte’ geben kann - gut, aber es muss dabei bleiben, dass die Schulen, wie angekündigt, am 7. Dezember wieder öffnen und für die Volksschulen und Unterstufen wieder Regelunterricht stattfindet.“

Wir können es uns als Gesellschaft nicht leisten, dass noch mehr Zeit ohne Schulbesuch verloren geht, so Künsberg Sarre. „Die Oberstufe ist schon seit einem Monat nicht mehr in der Schule. Es darf nicht dazu kommen, dass die älteren Schülerinnen und Schüler von Ende Oktober bis Anfang Jänner kein einziges Mal Präsenzunterricht hatten. Wenn notwendig, soll ein kontinuierlicher Schichtbetrieb sicherstellen, dass auch die Oberstufen-Schülerinnen und -Schüler Präsenzunterricht in Kleingruppen an der Schule erhalten.“

Angesichts der immer noch viel zu hohen Infektionszahlen sei klar, dass auch nach der Öffnung nicht gleich völlig normaler Betrieb in den Schulen herrschen wird. „Wir fordern daher seit Monaten zahlreiche Schutzmaßnahmen für die Schulen ein. Andere Länder haben das längst umgesetzt“, sagt Künsberg Sarre.

NEOS-Paket für offene und sichere Schulen

- Regelmäßige Tests für Lehrer_innen mit raschen Testergebnissen und funktionierendes Contact Tracing

- FFP2-Masken oder MNS für Lehrer_innen und, wenn notwendig, MNS für Schüler_innen ab 10

- Anmieten von größeren Räumlichkeiten

- mehr Schulbusse zu den Stoßzeiten und gestaffelter Schulbeginn

- nachhaltige Lüftungskonzepte

- Endgeräte sofort für alle Schüler_innen

„Einmal mehr appelliere ich auch an die Lehrergewerkschaft und die Schülervertretung, der Regierung praxistaugliche Vorschläge zu unterbreiten. Nur auf die nächste Verlautbarung der Regierung zu warten, ist entschieden zu wenig.“

Corona-Soforthilfepaket für die Bildung

Auch wenn ab 7. Dezember an den Schulen wieder unterrichtet wird, dürfe nicht vergessen werden, dass die beiden Lockdowns bereits viele Bildungschancen vernichtet haben. Künsberg Sarre: „Genauso wie für die Wirtschaft und den Tourismus braucht es daher auch ein ,Rettungspaket’ für die Bildung. Die von uns geforderten 450 Millionen Euro Soforthilfe wären dringend notwendig, um etwa Förderstunden, Lernangebote in den Ferien oder auch eine erhöhte Lehrstellenförderung für Unternehmen zu finanzieren. Österreich nimmt in der Corona-Krise rund 50 Milliarden Euro an neuen Schulden auf - für Bildung hat die Regierung bisher leider genau null Euro zusätzlich budgetiert. Es ist aber nur fair, auch jene Generation zu unterstützen, die die Corona-Schulden zurückzahlen muss.“

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