VSStÖ: Schwarz-Grün ignoriert Lebensrealitäten von Studierenden

Präsentation der UG-Novelle bestätigt Befürchtungen der Studierenden

Wien (OTS) - Bei der heutigen Präsentation der anstehenden Reform des Universitätsgesetzes haben sich viele Befürchtungen bestätigt: Ein großer Teil der Änderungen ist auf keinen Fall im Sinne der Studierenden. Für den Verband Sozialistischer Student_innen in Österreich (VSStÖ) ist weiterhin oberste Prämisse, dass Studierendenrealitäten berücksichtigt werden müssen.


Seit Monaten weisen Studierende öffentlich darauf hin, dass ihre Lebenssituation spätestens durch Corona so schwierig ist, wie noch nie. Ein massiver Einbruch der Einkommen gekoppelt mit nur schwer machbarem homelearning und unerträgliche Belastungen durch social distancing sind für viele Studierende Alltag.

“Schwarz-Grün und Bundesminister Faßmann müssen endlich aufhören, Studierende wie ungezogene Kinder zu behandeln, die man bestrafen muss”, appelliert Dora Jandl, Vorsitzende des VSStÖ.

Die geplante Mindeststudienleistung, die heute von Bundesminister Faßmann und Grünen-Wissenschaftssprecherin Eva Blimlinger unter größter Harmonie und Liebäugelei präsentiert wurde, setze dieser law-and-order-Mentalität die Krone auf. “20.000 Studierende haben bereits eine Petition gegen diese Zwangsleistung unterschrieben. Diese Stimmen werden von Schwarz-Grün einfach bewusst ignoriert”, so Jandl weiter. Auch, dass kein Wort über die immer prekärere Lebenssituation von Studierenden verloren wurde, würde zeigen, wie wenig Ahnung die Handelnden von dem tatsächlichen Leben vieler Studierenden haben.

Dass die Bundesregierung kein Interesse daran hat, sich mit den Stimmen der Betroffenen tatsächlich auseinanderzusetzen, zeigt auch die über die Weihnachtsferien angelegte Begutachtungsfrist.

“Die Novelle wurde uns bereits für Oktober angekündigt, nun geht sie über Weihnachten und den Jahreswechsel in Begutachtung. Dieser Stil fügt sich in eine Reihe demokratiepolitischer Verfehlungen der amtierenden Bundesregierung”, kritisiert Jandl.

“Der VSStÖ wird weiterhin lautstark und kompromisslos für unsere Interessen als Studierende eintreten, sowohl in der Österreichischen Hochschüler_innenschaft als auch gemeinsam mit betroffenen Studierenden”, schließt Jandl.


Link zur Petition: https://bit.ly/2HWJpwA

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