FPÖ – Hofer: Bundesheer erwartet hohe Fehlerquote bei Massentests

Rachenabstrich laut Amt für Rüstung und Wehtechnik gänzlich ungeeignet - Bundeskanzler selbst trägt für Massentest die Verantwortung

Wien (OTS) - Die Pannenserie der Bundesregierung bei den bevorstehenden Massentests geht weiter. Nicht nur, dass der Massentest ganz klar im Gegensatz zu der am 13. Oktober veröffentlichten Teststrategie des Gesundheitsministeriums stehe – jetzt warnt der Leiter des Amtes für Rüstung und Wehtechnik des Österreichischen Bundesheers davor, dass die zum Einsatz kommenden Antigen-Tests eine Fehlerquote von bis zu 90 Prozent haben, und dass sie generell nicht geeignet seien, um asymptomatisch Infizierte aufzuspüren. Auch in der Teststrategie des Gesundheitsministeriums wurde Massentests eine klare Absage erteilt, weil sie fehleranfällig seien und dadurch wichtige Kapazitäten gebunden würden. Das Gesundheitsministerium warnte vor „falsch positiven“ Tests. Das Bundesheer geht nun zudem von sehr vielen „falsch negativen“ Tests aus. Die Tests seien in erster Linie dafür gemacht worden, um bei Menschen mit klaren Symptomen abzuklären, ob sie Covid haben oder nicht. „Diese Aussagen eines Experten führen eindrucksvoll vor Augen, dass dieser Massentest mehr Schaden verursachen wird als Nutzen. Profiteure sind alleine jene Unternehmen, die durch den glücklichen Umstand eines Marketinggags in einer Pressestunde Millionen kassieren.

Die Anschaffung der Schnelltests werde, so FPÖ-Bundesparteiobmann NAbg. Norbert Hofer, noch ein juristisches Nachspiel haben. Einige unterlegene Anbieter von - zumeist kostengünstigeren – Tests haben bereits den Gang vor das Bundesverwaltungsgericht angekündigt. „Auch das ist eine Folge des mangelhaften Krisenmanagements der Bundesregierung mit Bundeskanzler Kurz an der Spitze, der diese Tests aus heiterem Himmel angekündigt und damit auch das Gesundheitsministerium überrascht hat“, so Hofer. Es sei zudem bezeichnend, dass der Gesundheitsminister entgegen der eigenen Teststrategie sofort nachgegeben hat. Die Grünen seien, so Hofer, gedemütigt und gerädert schlichtweg vorgeführt worden.

Doch es gehe nicht um Parteipolitik oder darum, wer am Ende als Sieger aus dieser eigenartigen Inszenierung hervorgehe. Norbert Hofer: „Es werden wichtige Kapazitäten gebunden, die Menschenleben retten sollen. Diese Kapazitäten fehlen vor allem in Altenwohn- und Pflegeheimen, wo das Coronavirus besonders schwerwiegende Auswirkungen hat. „42 Prozent aller Covid-Todesfälle sind in Altenwohn- und Pflegeheime zur beklagen. Die Regierung hat - wie wäre es anders zu erwarten - zwar eine Pressekonferenz zu diesem Thema gemacht, aber statt Schutz zu schaffen die Heime sogar mit fehlerhaften FFP2-Masken ausgestattet.“ Norbert Hofer fordert die Bundesregierung auf, ihre marketingbezogenen Schnellschüsse endlich zu beenden. Hofer: „Für diese Massentests trägt nun der Bundeskanzler selbst die Verantwortung. Er wird an der Umsetzung und am Ergebnis zu messen sein."

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