GRAS: UG Novelle - Verschlechterungen anstelle von Visionen

Die bereits viel diskutierte UG Novelle ist in Begutachtung.Trotz Protesten sind zentrale Verschlechterungen nach wie vor enthalten. GRAS zeigt sich “enttäuscht”

Wien (OTS) - Heute haben Bundesminister Faßmann (ÖVP) und die Wissenschaftssprecherin der Grünen, Eva Blimlinger die finalen Pläne zur angekündigten UG-Novelle präsentiert. Die größten Kritikpunkte - die Mindeststudienleistung von 24 ECTS und die Entmachtung der Senate - sind trotz massiver Proteste noch immer enthalten. Einige geplante Verschlechterungen wie eine Reduktion der Prüfungsantritte bleiben, wie sich herausstellt, aus. Kleine Verbesserungen wie etwa eine vereinfachte Beurlaubung oder bessere Anrechnungen enthält die Novelle auch. Für die Grünen und Alternativen Student_innen (GRAS) ist das Ergebnis jedoch enttäuschend: “Natürlich ist es ein Erfolg, dass das Schlimmste verhindert werden konnte. Die UG-Novelle wäre aber die Chance gewesen, endlich die großen Probleme im Studienrecht anzugehen. Durch den vorliegenden Gesetzentwurf ändert sich aber wenig - und die vorhandenen Veränderungen sind für die Studierenden negativ.”, kritisiert Keya Baier, GRAS-Aktivistin und Vorsitzende der ÖH Uni Salzburg. "Gerade die Mindeststudienleistung stellt eine grobe Verschlechterung dar, sie ist sozial-selektiv und erhöht den Leistungsdruck massiv. Jedes Mindest-ECTS ist eines zuviel!”, wiederholt Baier ihre Kritik der letzten Wochen.

Eva Blimlinger war für die Grünen in den Verhandlungen und zieht Bilanz: “Wir sind froh, wie aktiv sich die GRAS für die Studierendenrechte eingesetzt hat! So konnten zumindest einige Verbesserungen für Studierende erreicht werden.” Keya Baier ergänzt: “Wir werden auch im weiteren Prozess der Novelle dafür kämpfen, dass das Gesetz nicht auf dem Rücken der Studierenden gemacht wird!”. Die Begutachtungsfrist soll bis zum 15. Jänner gehen. “Wir erwarten uns, dass die Rückmeldungen der Studierenden eingearbeitet werden und setzen uns mit aller Kraft dafür für mehr Verbesserungen für Studierende ein!” schließt Baier ab.

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