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COPA-Präsidium: Forderung von Berlakovich - GAP-Reform zügig abschließen

Landwirtschaft braucht Planungssicherheit bei künftiger Agrarpolitik

Wien (OTS) - "Die Verhandlungen über die künftige EU-Agrarpolitik befinden sich in der finalen Phase, dem sogenannten Trilog-Verfahren, in dem sich Rat, Parlament und Kommission auf einen Verordnungstext einigen müssen. Umweltverbände üben derzeit auf Vertreter der Kommission großen medialen Druck aus, um das Niveau der gesetzlichen Umwelt- und Klimaauflagen deutlich höher anzulegen, als dies in den Verhandlungspositionen von Parlament und Agrarministerrat festgelegt ist, denn dort setzt man stattdessen auf Anreize durch freiwillige Maßnahmen. Dass sich nun auch noch statt dem zuständigen Agrarkommissar der für den Green Deal zuständige Kommissionsvizepräsident mit offensiven Forderungen in die Verhandlungen einbringt, sehen die Mitglieder des COPA-Präsidiums mit Sorge und erwarten, dass die Kommission im Trilog-Verfahren ihrer vorgesehenen Rolle als Vermittlerin gerecht wird. Überschießende Forderungen von dieser Seite, noch dazu ohne Folgenabschätzung, dürfen keinesfalls dazu führen, die Verhandlungen unnötig zu verzögern", verlangte heute Nikolaus Berlakovich, Österreichs Delegierter im Präsidium der EU-Bauernvertretung COPA.

Im Rahmen der Präsidiumssitzung von COPA informierte der Vorsitzende des Agrarausschusses des Europäischen Parlaments, Norbert Lins, die Präsidenten der europäischen Bauernverbände über den Stand der Verhandlungen zur GAP-Reform. Diese Verbände werden am 3. Dezember im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung des COPA-Präsidiums auch direkt mit dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission zusammentreffen.

Ziel: Bewirtschafteter Wald

Im Rahmen der COPA-Beratungen über die neue EU-Forststrategie unterstrich Berlakovich die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betrachtungsweise: "Wir müssen wieder den bewirtschafteten Wald in den Mittelpunkt stellen. Derzeit definiert sich Waldpolitik in der Diskussion auf europäischer Ebene fast ausschließlich über den Klimaschutz oder den Schutz der Biodiversität. Die künftige EU-Forststrategie muss wieder alle Wirkungen des Waldes für die Gesellschaft ins Zentrum rücken. Erst ein bewirtschafteter Wald erfüllt alle Ansprüche, auch die der Kohlenstoffspeicherung über die Produkte aus Holz, optimal. Denn erst daraus ergibt sich ein dreifacher Klimaschutzeffekt: die Substitution von CO2-intensiven Materialien, wie Stahl und Zement, die Kohlenstoffspeicherung im Holz selbst und schließlich am Ende des Verwertungszyklus im Falle einer thermischen Verwertung wieder der Ersatz von fossilen Brennstoffen." (Schluss)

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