Gaal: Die Stadt Wien bietet Corona-sichere Services rund ums Wohnen an - ein Überblick

Wohnservice Wien im Lockdown: Online-Schwerpunkt und ganz neue Beratungsformate

Wien (OTS) - Viele von uns verbringen aktuell mehr Zeit zu Hause als sonst. Bei den unterschiedlichen Herausforderungen, die damit verbunden sind, unterstützt das Wohnservice Wien mit digitalen Services und telefonischer Beratung. Das breite Angebot an Online-Services hat seine Bewährungsprobe bereits im ersten Lockdown bestanden und wurde seitdem kontinuierlich ausgebaut. Ein Überblick:

Wohnberatung Wien: Hilfe bei der Wohnungssuche

Wir erleben, dass oft gerade in der aktuell herausfordernden Zeit der Wunsch nach einer neuen Wohnung entsteht. Im Lockdown entwickeln nicht wenige ein neues Verhältnis zu ihrer Wohnsituation - und suchen nach Veränderung. Hier kann die Wohnberatung Wien auch jetzt bei der Suche nach einer Wohnung helfen. Die persönliche Beratung vor Ort ist aktuell aufgrund der Ausgangsbeschränkungen nicht möglich, aber die Wohnberatung Wien ist auf anderen Servicekanälen für ihre Kundinnen und Kunden da. Auf wohnberatung-wien.at haben Wienerinnen und Wiener die Möglichkeit, sich für ein Wiener Wohn-Ticket anzumelden, ihre Unterlagen hochzuladen und dann nach einer geförderten Wohnung oder einer Gemeindewohnung zu suchen. Dabei können Suchprofile mit den persönlichen Präferenzen erstellt werden und interessante Angebote auf Merklisten gespeichert werden.

E-Mail und telefonische Beratung

Wer zusätzlich zum umfassenden Informationsangebot auf der Website noch Fragen hat, kann diese per E-Mail oder telefonisch unter 01 24 111 mit den Wohnberaterinnen und Wohnberatern klären. In der aktuellen Krisensituation ist die Wohnberatung Wien darüber hinaus Anlaufstelle für viele Fragen bei der Wohnungssuche und auch für Menschen da, die etwa von Obdachlosigkeit bedroht sind. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten über die Möglichkeiten und vermitteln an die passenden Servicestellen.

MieterHilfe: Unterstützung bei rechtlichen Fragen

Für die Expertinnen und Experten der MieterHilfe war im März schnell klar, dass die Wienerinnen und Wiener sowie Gewerbetreibende Unterstützung bei Ansuchen zur Mietreduktion, bei Räumungsaufschüben oder Vertragsverlängerungen benötigen würden. Als einfache Hilfestellung wurden binnen kürzester Zeit Musterbriefe und Ansuchen erstellt, die auf mieterhilfe.at kostenlos zum Download zu Verfügung gestellt wurden. Zusätzlich bietet das Online-Angebot Informationen zu allen rechtlichen Fragen rund ums Wohnen und hat neben einem ausführlichen Glossar zu Fachbegriffen auch Mustermietverträge und Fallbeispiele im Programm.

Kampf gegen die Unverfrorenheit

Aber auch, dass unredliche Vermieter die aktuelle Ausnahmesituation ausnutzen, wurde der MieterHilfe bereits im ersten Lockdown sehr schnell bewusst. Die Anliegen, die an das Serviceteam herangetragen wurden, entbehrten dabei nicht einer teilweise enormen Chuzpe und auch der Erfindungsgeist so mancher Vermieterinnen und Vermieter ist zumindest erwähnenswert. Vom angeblich Coronaverordnungs-bedingten Verbot von Fensterpflanzen über eine 500 Euro Ansteckungszulage bei der Wohnungsrücknahme bis zu einem besonders dreisten Versuch einer Hausverwaltung, Bewohnerinnen und Bewohner eines Studentinnenheims über den Tisch zu ziehen. Dabei wurde Corona-Bußgeld für vermeintliche Verstöße gegen Corona-Schutzmaßnahmen gefordert, die per Videoüberwachung festgehalten worden waren. Die MieterHilfe Wien konnte bei diesen und vielen anderen Fällen einfach, schnell und kostenlos Einigungen zugunsten der Betroffenen erzielen.

Kontaktlose Beratung weiterhin möglich

Natürlich sind die Expertinnen und Experten der MieterHilfe auch während des aktuellen Lockdowns für die Fragen der Betroffenen da. Unter der telefonischen Serviceline 01 4000 8000 beraten sie wochentags von 9 bis 16 Uhr und beantworten E-Mails kostenfrei zu allen mietrechtlichen Angelegenheiten.

wohnpartner: Hilfe und Konfliktlösung in der Nachbarschaft

Das Zusammenleben auf engem Raum birgt grundsätzlich Konfliktpotential. In Zeiten von Ausgangsbeschränkungen trifft das besonders zu. Auch beim Nachbarschaftsservice wohnpartner hat man im ersten Lockdown viel für ein zweites Mal gelernt. Die Erfahrung: Dezentrale Unterstützung ist gefragt. Bewohnerinnen und Bewohner von Gemeindebauten können sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nachbarschaftsservice in ihrem wohnpartner-Gebiet zu wenden. Dort kennt man sich aus und kann rasch und unbürokratisch helfen.

Trotz verschärftem Lockdown – wohnpartner ist jedenfalls für die Menschen im Gemeindebau da. Für die in dieser schwierigen Phase besonders notwendige Vermittlungsarbeit haben die ExpertInnen des Nachbarschaftsservice der Stadt Wien Corona-sichere Beratungsformate entwickelt: Telefonische Beratung und Fenstergespräche sind einige Beratungsoptionen, die wohnpartner derzeit anbietet. Das Ziel ist es, BewohnerInnen von Gemeindebauten zu entlasten und trotz Corona eine persönliche und sichere Beratung zu ermöglichen.

Auch wenn die wohnpartner-Lokale und BewohnerInnen-Zentren derzeit von BewohnerInnen nicht betreten werden können, stehen die wohnpartner-Teams trotzdem für Gespräche und gelebte Nachbarschaftshilfe zur Verfügung. Natürlich unter Einhaltung sämtlicher Corona-Regeln und Abstände.

Die wohnpartner-Lokale sind telefonisch erreichbar (Mo bis Fr 9.00 bis 16.00 Uhr). Nachbarschafts-Netzwerke werden gezielt angerufen und MieterInnen aktiviert, doch einmal den vielleicht einsamen Nachbarn anzurufen.

Fenstergespräche verlaufen virenfrei

Das BewohnerInnen-Zentrum Bassena 10 bietet derzeit etwa Fenstergespräche an: Über eine geöffnete Oberlichte können sich BewohnerInnen und wohnpartner-MitarbeiterInnen miteinander unterhalten, dank einer Fensterscheibe dazwischen verlaufen diese Gespräche absolut virenfrei (Mo bis Fr 9.00 bis 16.00 Uhr oder je nach Vereinbarung). Auch das Service „Soziale Erstberatung“ wird über Fenstergespräche angeboten, etwa vom wohnpartner-Team in Floridsdorf.

Pendelmediation für Konfliktparteien

Als weitere Beratungsform ermöglicht wohnpartner derzeit u.a. die telefonische Pendelmediation. Darunter versteht man das telefonische Verbinden von zwei Konfliktparteien, die von einem Mediator betreut werden und auf diese Weise im Optimalfall eine Einigung erzielen können.

Nachbarschaftsmarkt boomt – Basteln als Abwechslung – Gemeindebau-Chor probt online

Seit dem ersten Lock-Down im Frühling nimmt die Bassena 10 im Rahmen der Initiative „Nachbarschaftsmarkt“ haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel, Spielsachen und Bücher entgegen, und gibt diese an Bedürftige weiter. Ausgehängte Plakate laden dazu ein, einfach anzuklopfen, um etwas zu spenden oder abzuholen. Beides kann sowohl nach telefonischer Ankündigung als auch anonym erfolgen, die Ware wird dazwischen von wohnpartner-MitarbeiterInnen desinfiziert. Das Team von wohnpartner im 13. und 23. Bezirk bringt mit vorbereiteten Bastelsets für Adventkränze Abwechslung in den Lockdown-Alltag. Das Adventkranz-Bastelpaket wird den BewohnerInnen Corona-sicher vor die Tür gelegt. Und das Team in der Donaustadt lässt den beliebten Gemeindebau-Chor trotz Lockdowns aufleben, bis Weihnachten werden Chor-Proben online angeboten – passend zur Jahreszeit stehen natürlich Weihnachtslieder auf dem Programm.

Rückfragen & Kontakt:

Wolfgang Zwander
Pressesprecher von Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal
wolfgang.zwander@extern.wien.gv.at
Tel. 01/4000-98057

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