NEOS zu Massentests: Ohne einheitliches Vorgehen bringen Tests gar nichts

Gerald Loacker: „Das vollkommen unterschiedliche Vorgehen der Bundesländer führt zu Chaos. Tests müssen mit Ernsthaftigkeit und zielgerichtet durchgeführt werden. “

Wien (OTS) - Scharf kritisiert NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker das Chaos, das sich jetzt rund um die hastig von Kanzler Kurz angekündigten Massentests etabliert: „Tirol, Vorarlberg, Wien gehen jetzt allein in die Planung, weil vom Bund keine klaren Vorgaben kommen, wie und wann die Tests genau ablaufen sollen. Statt Planbarkeit liefert Türkis-Grün wieder nur Unsicherheit. Dabei geht es auch um ganz konkrete rechtliche Fragen: Es ist etwa nicht geklärt, ob die Personen, die sich testen lassen, dort in der Arbeitszeit oder in der Freizeit hingehen. Und es ist nicht geklärt, ob die getestete Person ihren Arbeitgeber über das Ergebnis informieren muss.“

Loacker betont, dass Massentests alleine, so wie sie jetzt aufgestellt werden, kaum Mehrwert liefern werden. „Es wird eine beachtliche Zahl an falsch positiven und falsch negativen Fällen geben, nämlich jeweils mehrere tausend. Es gibt nicht einmal ein gemeinsames Datensystem, in das die Testergebnisse aus den unterschiedlichen Bundesländern automatisch zusammengeführt werden. Die Tests sind auch nicht in einen langfristigen Plan eingebettet und ohne entsprechendes Contact Tracing, das jetzt schon mehrere Bundesländer nicht schaffen, bringen die Tests auch nichts.“

Loacker appelliert stattdessen, die begrenzten Ressourcen endlich zielgerichtet einzusetzen: „Es gibt immer noch Alters- und Pflegeheime sowie Spitäler ohne regelmäßige Testungen des Personals. Wir sollten uns auf die Risikobereiche konzentrieren und dort entsprechend den Fokus setzen.“

Scharf kritisiert der NEOS-Gesundheitssprecher auch den politisch gekünstelten Fokus auf Weihnachten: „Mit dem Suggerieren, dass durch die Tests ein ‚normales Weihnachten‘ gefeiert werden kann, macht man den Weg frei für einen dritten, noch härteren Lockdown weil die Infektionen nach Weihnachten und Silvester extrem steigen werden. Das ist verantwortungslos und gefährlich.“

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