Auswirkungen der US-Wahl auf die arabische Welt

Weitgehende Veränderungen durch die Biden-Administration zu erwarten

Wien (OTS) - Bei einem international besetzen VIDC-Webinar waren sich die Expert*innen einig, dass die künftige US-Außenpolitik durchaus größere Auswirkungen auf die Bevölkerung im Nahen Osten haben wird. Die libanesische Soziologin Rima Majed führte als Beispiel an, „dass die Trump-Administration jegliche Hilfe für die UNRWA (Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten, Anm.) eingestellt hat. Das ist eines der Dinge, die überdacht werden könnten“, so Majed.

Es gab bedeutende Veränderungen in der Nahostpolitik unter Trump, betonte auch der Entwicklungsforscher Adam Hanieh: „Wir haben gesehen, dass Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt wurde, wie die US-Botschaft nach Jerusalem umgezogen ist (...). Und natürlich hat in jüngster Zeit eine Normalisierung zwischen Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain stattgefunden.“ Nicht alles werde wieder rückgängig gemacht, so der US-Wirtschaftswissenschaftler Omar Dahi. Dennoch erwartet er, dass die Außenpolitik unter Biden an die Politik Obamas anknüpfen wird: „Es geht eindeutig in Richtung einer Wiederherstellung des traditionellen nationalen Sicherheitsstaates, die die Obama-Administration charakterisierte.“

Am 23. November 2020 diskutierten auf Einladung des VIDC (Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation) die Wissenschaftler*innen Omar Dahi (Hampshire College, Amherst, US), Rima Majed (American University Beirut) und Adam Hanieh (SOAS, London) mit Helmut Krieger (Universität Wien) über die Auswirkungen der US-Wahl auf die Politik in der arabischen Welt.

Der ausführliche Bericht sowie die Videodokumentation der Veranstaltung sind ab 1. Dezember auf der Website des VIDC (www.vidc.org) abrufbar. Ebenso zwei Videointerviews, die das VIDC mit Rima Majed und der ägyptischen Politologin Rabab el Mahdi zur aktuellen Situation im Libanon und Ägypten geführt hat.

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VIDC - Wiener Institut für Internationalen Dialog und Zusammenarbeit
Michael Fanizadeh, Tel. 01 71335 94 - 91, Email: fanizadeh@vidc.org

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