Fischer/Grüne: Supermärkte sollen Lebensmittel nicht mehr wegschmeißen dürfen

Antrag der Regierungsparteien zu Aktionsplan einstimmig angenommen

Wien (OTS) - Weltweit geht rund ein Drittel der produzierten Lebensmittel verloren. Auch in Österreich landen jährlich hunderttausende Tonnen Lebensmittel, die noch für den Verzehr geeignet wären, im Müll. „Essen ist wertvoll. Darum lieber teilen und nicht vergeuden oder wegwerfen, denn wenn wir teilen ist genug für alle da. Von Lebensmittelverschwendung hat niemand etwas", erklärt die Konsumentenschutzsprecherin der Grünen, Ulrike Fischer. Die Regierungsparteien ÖVP und Grüne haben daher am Dienstag im Konsumentenschutzausschuss einen Entschließungsantrag zu einem umfassenden Aktionsplan gegen Lebensmittelverschwendung eingebracht, der einstimmig angenommen wurde.

Konkret soll der im Regierungsprogramm verankerte Aktionsplan, der in Zusammenarbeit mit den österreichischen Handelsunternehmen, Produzent*innen und karitativen Organisationen entwickelt wird, auch ein Verbot des Entsorgens von genusstauglichen Lebensmitteln aus dem Lebensmitteleinzelhandel vorsehen. Mit einem solchen Modell ist Frankreich seit etwa vier Jahren erfolgreich im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung. Zudem sieht der Entschließungsantrag zu dem Aktionsplan folgende Punkte vor:

- die Evaluierung bestehender Gesetze und Fördersysteme

- eine nationale Koordinierungsstelle

- die Verbesserung der Datenbasis und Transparenz über die gesamte Wertschöpfungskette

- eine Kampagne zur Bewusstseinsbildung für Konsument*innen, um die Verschwendung in den Haushalten zu verringern

„Der zunehmende Anfall an Lebensmittelabfällen belastet unsere Umwelt und befeuert die Klimakrise. Abfälle zu vermeiden ist daher auch ein entscheidender Schritt zum Klimaschutz“, erklärt Fischer. Denn die globale Lebensmittelverschwendung gehört zu dem drittgrößten Produzenten von Treibhausgasemissionen weltweit.

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